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Arbeitsschutzmanagement

Mehr Rechtssicherheit durch Arbeitsschutzmanagementsysteme

Arbeitsschutzmanagement klingt nach mehr Aufwand. Stattdessen profitieren Unternehmen, Mitarbeiter und Arbeitssicherheit deutlich, wenn ein Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) eingeführt wird. Die zahlreichen Unternehmen, die ein Gütesiegel für ihr Arbeitsschutzmanagementsystem erhalten haben, sind der Beleg dafür. Machen auch Sie den Schritt hin zum besser strukturierten und organisierten Arbeitsschutz.

Ein Arbeitsschutzmanagementsystem bietet Ihnen mehr Rechtssicherheit

Ein Arbeitsschutzmanagementsystem bietet Ihnen mehr Rechtssicherheit

So manches Unternehmen sieht sich in Aktenordnern versinken, wenn das Wort Arbeitsschutzmanagement fällt. Andere denken bei dem Begriff Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) vielleicht „Noch so ein Managementsystem!“, nachdem schon ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) und Umweltmanagementsystem (UMS) eingeführt wurde.

Aber es gibt keinen Zweifel daran, dass sich diese Managementsysteme wirklich lohnen. Die vielen positiven Erfahrungen der Unternehmen, die bereits ein Arbeitsschutzmanagement-Gütesiegel wie „Sicher mit System“ erhalten haben, belegen dies eindrucksvoll.

Positive Beispiele aus allen Branchen

Ein Blick in die Liste der Unternehmen, die in den letzten Monaten für ihr Arbeitsschutzmanagementsystem ausgezeichnet wurden, zeigt, dass ein AMS in jeder Branche Sinn macht. So wurde zum Beispiel in den letzten Monaten das Werk Neuhof-Ellers der K + S Kali GmbH für sein Arbeitsschutzmanagementsystem von der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) mit dem Gütesiegel „Sicher mit System“ ausgezeichnet. Auch wenn ein solches Gütesiegel ein Grund zur Freude ist, hatte das Kali-Werk die Zertifizierung aus ganz praktischen Gründen angestrebt wie:

  • weitere Reduktion der Zahl der Arbeitsunfälle,
  • Erkennen und Beseitigen möglicher Sicherheitslücken sowie
  • die Erfüllung organisatorischer und rechtlicher Vorgaben.

Vorteile durch ein Arbeitsschutzmanagementsystem

Durch ein Arbeitsschutzmanagement wird ein strukturierter und gut organisierter Arbeitsschutz möglich, der neben den zuvor genannten Vorteilen auch zu

  • einer Verringerung der arbeitsbedingten Erkrankungen,
  • einer Reduzierung der Fehlzeiten und der damit verbundenen Kosten,
  • einer Steigerung der Planungssicherheit durch die Vermeidung von Personalengpässen,
  • motivierten Beschäftigten, die sich mit dem Unternehmen und seinen Zielen identifizieren,
  • geringeren Personalfluktuationen und damit mehr Kontinuität in den Arbeitsprozessen,
  • einer Belebung des internen Vorschlagswesens, wenn auch Ideen zur Steigerung der Arbeitssicherheit eingebracht werden können und
  • nicht zuletzt zu einem besseren Unternehmensbild beim Kunden und auf dem Markt und
  • mehr Rechtssicherheit, wenn doch einmal ein Arbeitsunfall passieren sollte

führen kann.

Arbeitsschutzmanagement betrifft alle Unternehmensbereiche

Wenn auch Ihr Unternehmen von diesen Vorteilen durch ein Arbeitsschutzmanagementsystem profitieren möchte und später vielleicht sogar eine Zertifizierung und ein Gütesiegel anstrebt, sollte der Arbeitsschutz als Teil der Unternehmenskultur verstanden werden und alle Unternehmensbereiche involvieren, insbesondere auch die Geschäftsleitung.

Der Leitung kommen in einem Arbeitsschutzmanagementsystem wesentliche Aufgaben zu, denn ohne eine eigene Arbeitsschutzpolitik für das Unternehmen und ohne konkrete Arbeitsschutzziele geht es nicht. Weitere für ein Arbeitsschutzmanagement entscheidende Maßnahmen sind

  • die genaue Organisation des Arbeitsschutzes,
  • die Planung und Umsetzung von Arbeitsschutzmaßnahmen,
  • die Messung von Arbeitsschutz-Kennzahlen,
  • die Bewertung der durchgeführten Maßnahmen und
  • die Einleitung von Verbesserungsmaßnahmen, um aufgedeckte Schwachstellen zu beheben und Optimierungsmöglichkeiten zu nutzen.

Interne und externe Prüfung des Arbeitsschutzmanagementsystems

Wie erfolgreich ein Arbeitsschutzmanagementsystem ist, lässt sich nicht nur durch eine externe Überprüfung feststellen, wie sie im Rahmen einer Zertifizierung und Verleihung eines Gütesiegels stattfindet. Auch interne Kontrollen (Audits) des Arbeitsschutzmanagementsystems sind für den Erfolg entscheidend.

Solche internen Kontrollen sollen überprüfen, ob das eingeführte Arbeitsschutzmanagementsystem dazu geeignet ist, wirksam Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten zu schützen und Arbeitsunfälle sowie berufsbedingte Erkrankungen zu verhindern. Dabei wird auch untersucht, ob und wie die betriebliche Arbeitsschutzpolitik und die Arbeitsschutzziele in dem Unternehmen realisiert werden.

Unsere Checkliste hilft Ihnen bei der Einführung eines Arbeitsschutzmanagementsystems. Auch die Hessische Arbeitsschutzverwaltung bietet Unterstützung bei der Einführung und Verbesserung eines Arbeitsschutzmanagementsystems.

 

 Oliver Schonschek, Diplom-Physiker und Fachjournalist

Veröffentlicht:
2010-05-20

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