Bewusstseinsbildung
Prämien als Motivation für den Arbeitsschutz
Vor mittlerweile 8 Jahren hat die INTIER Automotive Eybl GmbH (Ebergassing) & Co OHG einen Motivationspreis für alle Mitarbeiter/innen eingeführt, der vorrangig für die effiziente Weiterentwicklung des betrieblichen Arbeitnehmer/innen- und Umweltschutzes vergeben wird. Mit erstaunlichen Ergebnissen.
Prämien als Motivation für den Arbeitsschutz
Jeder/m Mitarbeiter/in wird die Möglichkeit eingeräumt, im Zuge eines Verbesserungsvorschlages eine Idee in das System einzubringen, die im Anschluss von einem/einer innerbetrieblichen Sachbearbeiter/in bewertet wird.
Wird der Vorschlag angenommen, erhält der/die Mitarbeiter/in entweder eine Sach- oder eine Geldprämie. Es besteht auch die Möglichkeit, bei angenommenen Vorschlägen Bewertungspunkte
zu sammeln, die dann bei entsprechender Anzahl in sehr lukrative Sachpreise eingetauscht werden können.
Ist ein Vorschlag einmal angenommen, nimmt er dann automatisch an der Vergabe des Sicherheits- und Umweltpreises teil. Dabei werden von anderen Standorten des Konzerns ca. 3 - 4 Personen als externe Jury eingeladen, welche alle eingegangenen und positiv bewerteten Vorschläge nochmals einer Prüfung unterziehen und im Anschluss den Preis nach 2 Kategorien beurteilen.
- Vorschlag, welchem eine bewertbare Einsparung zugrunde liegt
- Vorschlag, welcher zur Bewusstseinsbildung beiträgt (z.B. Unfallverhütung).
Die externen Jurymitglieder/innen sind ebenfalls Sicherheitsfachkräfte oder Umweltbeauftragte.
Zusätzlich werden im Laufe des Jahres auch alle Abteilungen des Standortes in einem vordefinierten Zyklus begangen und mittels einer Checkliste bewertet. Dies stellt vor allem die Aufnahme eines Ist-Zustandes betreffend der Arbeitsschutz- und Umweltstandards dar.
Abweichungen von dieser Checkliste werden dokumentiert und in eine Verhältniszahl gebracht. Jene Abteilung mit den wenigsten Abweichungen im Jahr erhält den Sicherheits- und Umweltpreis für die beste Abteilung.
Da diese Standards sehr ernst genommen werden, haben auch alle
Abteilungsverantwortlichen einen gewissen Erreichungsgrad in Ihren persönlichen Zielvereinbarungen verankert.
Der Nutzen des Systems ist vorrangig im Sinken der Arbeitsunfälle zu sehen. In der unteren Abbildung ist das Verhältnis der Ausfallszeit durch Unfälle zur Sollarbeitszeit zu sehen. Jener Wert für 2009 gilt als Zielwert für das laufende Jahr.
Martin Zahradka ist Sicherheitsfachkraft und führt ein Ingenieurbüro für technischen Umweltschutz






