TRBS 2121
Absturzgefährdungen erkennen und vermeiden
Die TRBS 2121 hilft, Gefährdungen durch Absturz zu erkennen, zu vermeiden und nennt beispielhaft geeignete Maßnahmen zur Absturzsicherungen.
Die TRBS 2121 hilft, Absturzgefährdungen zu erkennen und zu vermeiden.
In den Teilen 1 bis 4 finden Sie zudem Sicherheits- und Gefahrenhinweise für den Einsatz von Gerüsten, Leitern, Seilen, aber auch für den Fall, dass Personen mit nicht dafür vorgesehenen Arbeitsmitteln gehoben werden.
Vorsicht Absturzgefahr
Bricht eine hochgelegene Standfläche zusammen oder bricht der Boden eines Arbeitspodests durch, drohen dem Betroffenen meist schwere Verletzungen. Nicht nur eine unzureichende Tragfähigkeit des Standplatzes kann zu einem gefährlichen Absturz führen. Auch wenn der Standplatz nicht standfest genug ist und umkippt oder wegrutscht, ist ein Absturz ohne weitere Sicherheitsmaßnahmen fast vorprogrammiert. Wenn Absturzsicherungen fehlen, reicht auch schon eine Absturzkante und eine Unaufmerksamkeit.
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Absturzgefährdungen in den Blick nehmen
Führen Sie eine Gefährdungsbeurteilung mit Hilfe der TRBS 2121 (Gefährdung von Personen durch Absturz) durch, um den Absturzrisiken zu begegnen. Hilfreich sind auch die Teile 1 bis 4 der TRBS 2121:
- In Teil 1 finden Sie Hinweise zu den Risiken und Sicherheitsmaßnahmen bei der Bereitstellung und Benutzung von Gerüsten, also z.B.
- die Prüfung der Standsicherheit von Gerüsten,
- Sicherungen gegen Absturz bei der Bereitstellung und bei der Benutzung eines Gerüstes,
- den sicheren Transport von Gerüstteilen und
- die Frage der Eignung von Personen für den Einsatz von Gerüsten. - Teil 2 der TRBS 2121 nennt Gefährdungen durch Absturz und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen bei der Bereitstellung und Benutzung von Leitern,
- Teil 3 behandelt die Gefährdungen durch Absturz bei Bereitstellung und Benutzung von Seilen bei Zugangs- und Positionierungsverfahren und
- Teil 4 ist den Gefährdungen durch Absturz bei Heben von Personen mit nicht dafür vorgesehenen Arbeitsmitteln (also Hebezeug und Flurförderfahrzeuge, die bestimmungsgemäß nur für Lasten vorgesehen sind) gewidmet.
Absturzgefährdungen bewerten
Wie gefährlich ein Absturz ist, hängt von mehreren Faktoren ab, die Sie bei Ihrer Gefährdungsbeurteilung beachten sollten:
- Wie ist der Höhenunterschied zwischen Absturzkante und niedriger liegenden Flächen?
- Wie groß ist der Abstand zur Absturzkante während der Arbeit?
- Wie ist die Fläche oder der Gegenstand beschaffen, auf den die Person abstürzen könnte?
- Droht nach dem Absturz z.B. Ertrinken, Versinken, Aufspießen auf spitzen Teilen, ein harter Aufschlag oder der Kontakt mit heißen oder ätzenden Flüssigkeiten?
- Welche Art von Arbeit wird auf der höher gelegenen Position ausgeführt?
- Wie lange dauert diese Arbeit?
- Wie sind die Arbeitsbedingungen und die Arbeitsumgebung (z.B. Lichtverhältnisse, Temperatur, Vibrationen)?
Die richtige Reihenfolge bei der Wahl der Absturzsicherung
Die TRBS 2121 gibt ebenfalls wichtige Hinweise, um Maßnahmen zur Absturzsicherung festzulegen. Vorrang haben Absturzsicherungen wie Geländer und Seitenschutz. Wenn solche Maßnahmen nicht möglich sind, müssen Sie für Auffangeinrichtungen wie Schutznetze sorgen. Kommen auch diese Maßnahmen nicht in Frage, müssen PSA gegen Absturz eingesetzt werden.
Weitere Hinweise finden Sie in der aktuellen Checkliste Absturzgefährdungen.
Autor: Oliver Schonschek, Diplom-Physiker und Fachjournalist






