Klare Sicht
Damit Bildschirmarbeit nicht ins Auge geht
Moderne Arbeitsplätze haben viele Vorteile, führen aber durch einseitige Belastung häufig auch zu Problemen. Bildschirmarbeit etwa ist nicht nur für den Körper anstrengend, besonders die Augen leisten Schwerstarbeit. Damit keine Schäden entstehen, sollte man einiges beachten. Schon kleine Veränderungen schonen die Augen und sorgen für den richtigen Durchblick.
Bildschirmarbeitsplatz
Angestellte an Bildschirmarbeitsplätzen klagen zu einem hohen Prozentsatz über Augenprobleme. Kein Wunder: Der starre Blick auf den Monitor erfordert ganz andere Leistungen der Augen als das normale Sehen, bei dem das Auge ausgewogen beansprucht wird. Manche Tätigkeiten wie etwa die Dateneingabeplätze verursachen bei zwei Dritteln der Beschäftigten Beschwerden wie Augenermüdung, -brennen, -stechen, -tränen und –röten.
Vielseitige Belastungen trüben den Blick
Verschiedene Probleme können zu einer schnelleren Ermüdung der Augen am Bildschirmarbeitsplatz führen:
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Blendungen durch zu große Helligkeitsunterschiede bzw. Kontrastunterschiede zwischen Bildschirm und weißem Hintergrund mit Fenster ohne direkte Sonneneinstrahlung. Auch Spiegelungen auf dem Monitor, Lichtreflexe und nicht abgeschirmte Lichtquellen können zu Blendungen führen.
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Überanstrengung durch zu kleine Schriftgröße, flimmernde Bildschirme, zu große Entfernung zum Monitor führen zur Überanstrengung der Augen.
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Zu trockenes Raumklima lässt auch das Auge austrocknen. Folge sind gerötete, brennende, juckende Augen. Eine weitere Ursache dafür ist eine Verminderung des Lidschlags bei Bildschirmarbeit.
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Je länger die tägliche Arbeitszeit am Bildschirm ist, desto häufiger treten Augenbeschwerden aus. Hinzu kommen, zu wenig eingehaltene Pausen, an denen sich die Augen erholen können.
Pausen fördern die Regeneration
Wer zwischendurch während der Arbeit bereits kurz einen Blick in die Ferne wirft, sorgt für eine kleine Erholung der Augen. Nach etwa zwei Stunden Bildschirmtätigkeit brauchen die Augen, aber sicher auch der Rest des Körpers, eine viertelstündige Pause, um zu regenerieren. Die Bildschirmarbeitsplatzverordnung sieht deshalb entweder einen Tätigkeitswechsel oder aber Kurzpausen vor.
Vorsorge für den sicheren Durchblick
Vorsorgeuntersuchungen sind der Bildschirmarbeitsverordnung gesetzlich vorgeschrieben. Betroffen sind Personen, die gewöhnlich an einem nicht unwesentlichen Teil ihrer Arbeit ein Bildschirmgerät benutzen: Dies sind Beschäftigte der ständigern Datenerfassung und –abfrage, Sachbearbeitung, Dialogverkehr, Textverarbeitung, CAD/CAM-Verfahren und Bildverarbeitung.
Vorsorgeuntersuchungen sind vor Aufnahme der Tätigkeit und anschließend in regelmäßigen Abständen durchzuführen. Bei Beschwerden sollten vorzeitige Untersuchungen erfolgen.
Bildschirmbrillen gleichen aus
Bei diagnostizierten Fehlsichtigkeiten reichen normale Brillen manchmal nicht aus. Bildschirmbrillen, für die der Arbeitgeber aufkommt, sind auf die Bildschirmentfernung abgestimmt. Häufig brauchen ältere Arbeitnehmer diese Sehhilfe, da sich die Sehleistung mit dem Alter verändert. Recht auf eine Bildschirmbrille haben Arbeitnehmer, die mindestens 30 bis 45 Minuten pro Tag am Bildschirm verbringen.
Fitnessprogramm für müde Augen
Sind die äußeren Voraussetzungen des Arbeitsplatzes nicht nachteilig, reichen oft schon wenige Minuten Übungen und Entspannung am Tag, um die Augen fit zu halten.
Tipps für's "Fernsehen" zwischendurch:
- Schauen Sie zwischendurch immer mal wieder für eine Minute bewusst in die Ferne. Dies entlastet die Augen
- Bedecken Sie für zwei bis drei Minuten die Augen mit den Händen ohne zu drücken. Dunkelheit und Wärme sorgen für Entspannung. Entfernen Sie die Hände nur langsam, damit es anschließend zu keiner Blendung kommt.
- Muskelentspannung durch Gähnen: Das Herabfallenlassen des Unterkiefers und Atmen durch den Mund führt zum An- und Entspannen der Augenmuskeln.






