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Staubbrände drohen nicht nur bei der Verarbeitung von Brennstoffen wie Holz oder Braunkohle. Auch in der Metall-, Textil-, Nahrungs- und Futtermittelindustrie kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Sie sollten deshalb das Risiko durch Staubexplosion in Ihrem Unternehmen prüfen.
Während Normen und Regelwerke starre Vorgaben enthalten, lässt sich das Brandgeschehen per Brandsimulation quasi naturgetreu nachstellen. Dipl.-Ing. (FH) Kathrin Grewolls, Master of Engineering (vorbeugender Brandschutz) nennt Anwendungsbeispiele aus der Praxis.
In wöchentlichen Zeitabständen können sich im betrieblichen Ablauf wesentliche Defekte an Brandschutzeinrichtungen oder organisatorische Fehler ergeben. Der Brandschutzbeauftragte sollte in seinem Zuständigkeitsbereich deswegen mindestens wöchentlich eine Brandschutzbegehung durchführen.
Beim betrieblichen Brandschutz geht es um mehr als die Bekämpfung von Entstehungsbränden: Evakuierungshelfer oder Etagenbeauftragte sind zuständig für die schnelle Räumung des Gebäudes. Nach einer Studie bestehen hier noch Defizite in vielen Unternehmen.
Griffbereit und allzeit bereit, sind sie ein wesentlicher Bestandteil des betrieblichen Brandschutzes. Doch sind Sie sicher, dass Ihre Feuerlöscher funktionstüchtig und die Prüfintervalle korrekt sind? Nach aktuellen Erkenntnissen arbeiten nicht alle Kundendienste auf seriöse Weise.
Pläne, die für die Evakuierung und Rettung verwendet werden sollen – Flucht- und Rettungspläne – müssen, wenn sie vorliegen, aktuell, vollständig, übersichtlich und ausreichend groß sein. Die verwendeten Zeichen und Symbole sollten mit den Zeichen übereinstimmen, die auf den Flucht- und Rettungswegen verwendet werden.
Sind aufgrund der Tätigkeit der Beschäftigten, der vorhandenen Betriebseinrichtungen oder sonstiger besonderer betrieblicher Verhältnisse bei Ausfall der Allgemeinbeleuchtung Unfallgefahren zu befürchten, muss eine Sicherheitsbeleuchtung mit einer Beleuchtungsstärke von mindestens eins vom Hundert der Allgemeinbeleuchtung, mindestens jedoch von einem Lux (lx) vorhanden sein (BGV A 1).
Die Brandbekämpfung sollte grundsätzlich nur den Personen übertragen werden, die den damit verbundenen psychischen und physischen Belastungen gerecht werden. In erster Linie sollten das die Kräfte der Feuerwehr sein. Da jedoch in der Regel in der Phase des Entstehungsbrands zunächst nur die unmittelbar in der Nähe beschäftigten Personen für Erstmaßnahmen zur Verfügung stehen, ist deren Einbeziehung in die Brandbekämpfung naheliegend.
Beim vorbeugenden baulichen Brandschutz greift man hierzulande noch oft auf die klassischen Methoden zurück. Die aber sind nach der Einschätzung von Experten mitunter zu konservativ: Eine Brandsimulation erweitert den Spielraum. Brandschutzkonzepte lassen sich zuverlässig am PC optimieren.





