Sicherheitsbeleuchtung
Evakuierung - schnell und sicher
Eine starke Rauchentwicklung erschwert im Brandfall die Orientierung in Richtung Notausgang. Um die Evakuierung eines Gebäudes möglichst schnell durchführen zu können, bieten sich für den Brandschutzbeauftragten zusätzlich zur Fluchtwegbeschilderung spezielle optische und akustische Signale an. Automatische Sprachanweisungen und moderne LED-Technik helfen Ihnen dabei, die Betroffenen schneller und sicherer zu evakuieren.
Fluchtwegbeschilderung
Schnell und sicher evakuieren
Die Orientierung in einem brennenden Gebäude ist für alle Betroffenen eine große Herausforderung. Einsatzkräfte kommen oftmals in Gänge und Räume, die sie noch nie zuvor betreten haben, und das auch noch unter erschwerten Bedingungen durch den Rauch und die allgemeine Verunsicherung der Personen im Gebäude.
Es ist für alle betroffenen Personen von großer Bedeutung, dass die Fluchtwege entsprechend der Vorschriften deutlich sichtbar markiert und frei zugänglich sind.
Dennoch zeigt die Praxis, dass immer wieder Personen mehr Zeit als geplant benötigen, um den Notausgang zu finden. Das erhöht das Risiko einer Rauchvergiftung und kann im Extremfall dazu führen, dass Betroffene nicht mehr rechtzeitig gerettet werden können.
Das Ziel jedes Evakuierungssystems ist es deshalb, jeder Person die richtigen Fluchtweg-Hinweise zur richtigen Zeit zu geben, um sich schnell und sicher zu orientieren.
Paniksituationen wird vorgebeugt
Viele Menschen in Notlagen geraten jedoch schnell in Panik, wenn sie keine Lösung, im Brandfall also keinen Ausgang finden. Ist jedem Anwesenden aber bekannt, wie man im Brandfall zu reagieren hat und wo sich die Notausgänge befinden, haben Sie schon das Risiko von Panikreaktionen deutlich senken können.
Während Sie also die Personen, die sich regelmäßig in dem Gebäude aufhalten, für den möglichen Brandfall entsprechend über die Fluchtwege in Schulungen und Übungen informieren werden, ist die Situation bei Besuchern, die das Gebäude nicht kennen, deutlich kritischer. Leider zeigt die Praxis, dass sich viele Gäste in einem Gebäude nicht die Zeit nehmen oder nehmen können, den Fluchtplan genau anzusehen.
So sind sie entsprechend hilflos, wenn es zu einem Feueralarm kommt. Hier sind die Mitarbeiter vor Ort gefordert, die Besucher im Brandfall zu informieren und anzuleiten. Doch wenn selbst den Ortskundigen die Orientierung durch den Rauch nicht mehr möglich ist, reichen auch die abgehaltenen Übungen nicht aus.
Mit Sprache den richtigen Weg zeigen
Mit Sprachkommandos können Sie oftmals eine zusätzliche Orientierung geben, die gerade bei extremer Rauchbildung eine wichtige Hilfe sein kann. Neben der Fluchtwegbeschilderung, die mitunter im Rauch schlecht sichtbar sein kann, können ortsabhängige, gesprochene Hinweise die Personen in Richtung des Notausgangs lenken.
Dazu sollten einzelne Lautsprecher oder Lautsprechergruppen separat angesteuert werden können, um in den betreffenden Gebäudeabschnitten die notwendigen Hinweise zu geben.
Neben den Sprachkommandos bieten verschiedene Systeme auf dem Markt auch die Ausstrahlung von Ortungssignalen, die diejenigen Notausgänge akustisch markieren, die außerhalb der Gefahrenzone liegen. So können sich die Betroffenen zusätzlich bei eingeschränkter Sicht den Fluchtweg signalisieren lassen.
Beschleunigen Sie die Reaktion
Einen nicht zu unterschätzenden Anteil der Zeit, die eine Evakuierung benötigt, verbraucht zudem die Reaktion der Personen auf den Feueralarm. Selbst wenn das Signal rechtzeitig von allen gehört werden kann, reagiert nicht jeder umgehend.
Fehlinterpretationen als Probealarm sind nur ein Beispiel für die Ursachen. Um die Reaktionszeit abzukürzen, können gesprochene Kommandos ebenfalls hilfreich sein, die auf den Brand hinweisen, zum geordneten Verlassen des Gebäudes aufrufen und für ein ruhiges Vorgehen sorgen.
Solche Sprachanweisungen können automatisch erfolgen und die bestehende Brandmeldung ergänzen. Moderne Evakuierungsanlagen bieten zusätzlich die Möglichkeit, Live-Durchsagen in alle Räume und Gänge zu übertragen.
Dies bietet insbesondere den Einsatzkräften der Feuerwehr eine gute Möglichkeit für gezielte Anweisungen. Denken Sie jedoch daran, dass nicht jede Person im Gebäude die Landessprache perfekt beherrscht.
Sie müssen bei der Planung der Alarmierung auch Fremdsprachen berücksichtigen, die die Ansagen in der Landessprache ergänzen. Zudem können Sprachanweisungen immer nur als Ergänzung dienen, auch um schwerhörige und taube Personen nicht aus der Alarmierung auszuschließen.
Nicht nur im Flugzeug sinnvoll
Eine weitere Ergänzung zur üblichen Fluchtwegbeschilderung bieten spezielle Leitmarkierungen am Boden des Fluchtweges, wie Sie sie sicherlich aus Flugzeugen kennen.
Aktuelle Angebote auf dem Markt basieren auf der modernen LED-Technik, mit der eine besonders langlebige und zuverlässige Lösung zur Markierung der Flucht- und Rettungswege möglich wird.
Gerade bei starker Rauchentwicklung und einem möglichen Stromausfall ist die stromunabhängige Beleuchtung auf den Fluchtwegen von Bedeutung. Neben den Leitmarkierungen am Boden und zusätzlichen Notlichtern an der Decke bieten an den Wänden angebrachte Leuchtmittel in niedriger Höhe eine sinnvolle Orientierung im Brandfall.
Prüfen Sie deshalb die Ausstattung Ihres Evakuierungssystems sowie der Fluchtwege und sorgen Sie für eine regelmäßige Wartung dieser lebenswichtigen Anlagen.
Fazit: Schnelle Evakuierung trotz und gerade wegen der Rauchentwicklung
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Eine zügige und geordnete Evakuierung darf durch die Rauchentwicklung nicht verzögert werden. Schnelle Evakuierungen reduzieren die Gefahr einer Rauchvergiftung und retten Menschenleben.
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Regelmäßige Unterweisungen und Übungen senken das Risiko einer Panik im Brandfall. Denken Sie aber auch an Gäste, die nicht ortskundig sind, und an Behinderte, die nicht zur Selbstrettung in der Lage sind.
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Verkürzen Sie die Reaktionszeiten auf den Feueralarm und geben Sie zusätzliche Orientierungsmöglichkeiten. Prüfen Sie dazu den Einsatz von Sprachmeldungen im Brandfall.
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Denken Sie dabei auch an Personen, die die Sprache nicht beherrschen oder schlecht hören können.
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Spezielle Leitmarkierungen am Boden und an den Wänden können den Fluchtweg auch dann anzeigen, wenn der Rauch die Sicht behindert und der Strom ausgefallen ist.
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Oliver Schonschek, Diplom-Physiker und Fachjournalist






