Gefährdungsbeurteilung Brandschutz III
Feuer aus, Maschinen aus?
Der Ausfall von Anlagen und Maschinen nach einem Brand wird als Unternehmensrisiko häufig unterschätzt. Nehmen Sie deshalb die Risiken einer Betriebsunterbrechung in den Fokus und vervollständigen Sie Ihr Risikomanagement im Brandschutz.
Wichtig: Das Risiko einer Betriebsunterbrechung im Brandfall ermitteln
Wenn ein Brand erfolgreich gelöscht wurde, sind noch nicht alle Probleme gelöst. Die Brandfolgeschäden können enorm sein. Dazu gehört auch der Stillstand von Maschinen und Anlagen, der Verlust von Daten und der Ausfall wichtiger Versorgungseinrichtungen.
Kommt es zu einer Betriebsunterbrechung, können die Gesamtschäden des Brands durch die Folgeschäden nochmals deutlich steigen.
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Risiko ist mehr als der Ertragsausfall
Gegen die direkten finanziellen Folgen einer Betriebsunterbrechung hilft eine spezielle Betriebsunterbrechungsversicherung, die den Ertragsausfall ersetzt.
Aber auch wichtige, wertvolle Kundenbeziehungen können beschädigt werden, wenn die Aufträge verspätet oder gar nicht mehr in vertretbarer Zeit erledigt werden können.
Zudem kann das Image des betroffenen Unternehmens auf dem Markt leiden und mögliche Interessenten abschrecken, die lieber nicht auf einen Geschäftspartner setzen, der einen Lieferengpass erzeugt. Das Risiko einer Betriebsunterbrechung ist also nicht zu unterschätzen.
Risiko für alle relevanten Prozesse ermitteln
Wie groß ist das Risiko einer Betriebsunterbrechung wirklich?
Die Antwort auf diese Frage und damit die Risikoanalyse ist grundlegend für die richtige Wahl der Versicherungssumme und Haftzeit bei der Betriebsunterbrechungsversicherung (BUV), aber auch für das Brandschutzkonzept selbst.
Erst wenn Sie sich aller Risiken und der möglichen Folgen bewusst sind, können Sie die passenden Maßnahmen für den Brandschutz auswählen und deren Wirtschaftlichkeit gegenüber der Unternehmensleitung darlegen.
| Mehr zum Thema Risikoanalyse |
An Wertschöpfung und unterstützende Prozesse denken
Wenn Sie gemeinsam mit den zuständigen Fachabteilungen ermitteln, welche Anlagen, Maschinen, Daten und Infrastrukturen von einem Brand betroffen sein könnten, untersuchen Sie gleich die damit verbundenen Prozesse mit:
Wenn bestimmte Produktionsanlagen ausfallen, was bedeutet das für den Betrieb und die Kunden?
Denken Sie aber nicht nur an die direkte Wertschöpfung, sondern auch an alle unterstützenden Prozesse. Wenn zum Beispiel Ihr Einkauf aufgrund einer zerstörten EDV nicht mehr arbeiten kann, sieht es auch für die Bestellungen bei Ihren Vorlieferanten schlecht aus.
Ausfallzeiten haben mehrere Komponenten
Entscheidend für die Beurteilung der Betriebsunterbrechung ist insbesondere deren Dauer.
Die Zeit der Betriebsunterbrechung hängt allerdings von mehreren Faktoren ab:
- Wie lange dauert die Beschaffung von Ersatzteilen oder Ersatzmaschinen?
- Wie lange dauern die Reparatur und der Austausch?
- Wie lange dauert der Wiederanlauf, also die Zeit, bis die Anlage wieder produzieren kann?
An Ausweichmöglichkeiten denken
So wie es für Daten immer ein Backup geben sollte, ist es auch für geschäftskritische Anlagen und Maschinen. Gibt es vielleicht Ersatzkapazitäten, die nun genutzt werden können? Wenn nicht am eigenen Standort, dann vielleicht an einer anderen Betriebsstätte, die die Aufträge zwischenzeitlich übernehmen kann.
Als Download finden Sie diesmal eine Checkliste Risikoermittlung einer Betriebsunterbrechung nach Brandfall, die Ihnen hilft, das Risiko in Ihrem eigenen Betrieb zu ermitteln.
| Produkttipp Die Gefährdungsbeurteilung Brandschutz bietet Brandschutzbeauftragten, Fachkräften für Arbeitssicherheit und Gefahrstoffbeauftragten konkrete und fundierte Handlungsanweisungen zur Brandschutzbeurteilung. Die WEKA-Praxislösung garantiert zeitsparend Rechtssicherheit in der komplexen Grundlagenermittlung gemäß der Vorschrift. |
Autor: Oliver Schonschek, Diplom-Physiker und Fachjournalist






