Quecksilber
EU will Quecksilberthermometer verbieten
Quecksilber und seine Verbindungen sind sehr giftig für Menschen, Ökosysteme und Tiere. Die Kommission schätzt, dass in Europa jährlich 33 Tonnen für Mess- und Kontrollinstrumente benutzt werden, davon 25–30 Tonnen für Thermometer.
Thermometer
Wenn quecksilberhaltige Erzeugnisse in die Abfallentsorgung gelangen, können sie zu Methylquecksilber umgewandelt werden, derjenigen Erscheinungsform mit den stärksten toxischen Wirkungen. Methylquecksilber akkumuliert sich insbesondere in der aquatischen Nahrungsmittelkette, so dass Menschen, die viel Fisch und Meeresfrüchte essen, besonders gefährdet sind.
Aus diesem Grund schlägt die Europäische Kommission vor, das Inverkehrbringen von Quecksilber in neuen Fieber- und Zimmerthermometern, Barometern, Blutdruckmessgeräten und Manometern zu verbieten. Die Regelung soll in Form einer entsprechenden Ergänzung des Anhangs I der Verbotsrichtlinie 76/769/EWG vorgenommen werden. Das Ziel der Maßnahme ist die Verringerung der industriellen Nachfrage nach Quecksilber und seine schnelle Substitution.
Die Kommission geht davon aus, dass das Verbot von Quecksilber in Thermometern zu einer deutlichen Verringerung der Quecksilberemissionen führen wird. In dem Vorschlag sollen einheitliche Regelungen für das Inverkehrbringen quecksilberhaltiger Messinstrumente im Binnenmarkt festgelegt werden, da in den Mitgliedstaaten hierfür derzeit noch unterschiedliche Vorschriften bestehen. Dieser Vorschlag ist Teil der „Quecksilberstrategie“ der EU, die Anfang 2005 von der Kommission verabschiedet wurde. Der Vorschlag geht nunmehr zur Verabschiedung an das Europäische Parlament und den Ministerrat.





