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Obwohl Kopfverletzungen besonders gefährlich sind, werden persönliche Schutzausrüstungen für den Kopfschutz ungern getragen. Um die Akzeptanz für Schutzhelme zu verbessern, sollten die Helme weiter optimiert und die Beschäftigten sensibilisiert werden.
Flammschutz- und Chemikalien-Schutzanzüge sind bei weitem nicht die einzigen textilen Schutzfaktoren im Arbeitsschutz, denn nicht nur im Sport- und Outdoor-Bereich wird die Bekleidung zunehmend multifunktional. Prüfen Sie auf Basis der Gefährdungsbeurteilung, ob die Schutzfunktion der Arbeitsbekleidung noch verbessert werden kann. Denken Sie aber daran, dass manche Schutzfunktionen unerwünschte Nebenwirkungen haben könnten.
Eine Grundanforderung an den Atemschutz ist, dass die Atemschutzmaske so dicht sitzt, dass eine Leckage ausgeschlossen werden kann. Andernfalls droht eine Exposition mit den Gefahrstoffen, gegen die der Atemschutz eigentlich schützen sollte. Sorgen Sie deshalb für eine zuverlässige Dichtsitz-Prüfung bei Atemschutzmasken.
Trotz heißer Gegenstände muss in Gießereien, in der Glas- und Keramikindustrie, aber auch in Bäckereien immer wieder Hand angelegt werden. Dabei kann es zu gefährlichen Verbrennungen kommen. Ausgesprochene Hitzeschutzhandschuhe können einen Handschutz bieten. Achten Sie darauf, dass auch wirklich die richtigen Schutzhandschuhe getragen werden.
Wie Navigationssysteme bei der Verkehrsführung können tragbare Assistenzsysteme Arbeitsprozesse begleiten und jeweils passende Sicherheitshinweise geben. Das Projekt SiWear hat an gezeigt, wie Assistenzsysteme an der Arbeitskleidung den Kopf frei halten und hilfreiche Unterstützung bieten können, wodurch sich die Prozesssicherheit und die Arbeitssicherheit steigern lassen.
Als Fachkraft für Arbeitssicherheit muss man auf viel gefasst sein: Wenn die Mitarbeiter ihre PSA endlich tragen, ist Prävention noch nicht unbedingt gewährleistet. Chemikalienschutzhandschuhe zum Beispiel sind so ein Thema für sich.
Allein für das Jahr 2007 registrierte die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) 14.000 Arbeitsunfälle mit Kopfverletzungen. Oftmals hätte ein Schutzhelm Schlimmeres vermeiden können. SIFATipp sprach mit Dipl.-Ing. Jörg Schneider, Obmann des Sachgebiets „Kopfschutz“ der BG Bau, über Möglichkeiten, die Helmpflicht besser durchzusetzen und so mehr Arbeitsunfälle zu verhindern.
Die Absicherung durch Schutznetze ist weit verbreitet, denn sie reduziert das Verletzungsrisiko im Vergleich zu den härteren Fanggerüsten. Doch auch der Einsatz von Netzen erfordert eine sorgfältige Montage, bei der nicht nur die Befestigung zu beachten ist. Experimente zeigen zudem, dass ältere Netze oftmals keinen Schutz mehr bieten können. Regelmäßige Kontrollen von Alterung und Verschleiß der Schutznetze dürfen deshalb nicht in Vergessenheit geraten.
Waren es 1998 noch über 1.200 gemeldete Verdachtsfälle von berufsbedingten Latexallergien, sank diese Zahl im Jahr 2007 auf 70 entsprechende Meldungen bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Der Rückgang um rund 95 Prozent kann als Erfolg der Präventionsarbeit gewertet werden.
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