Unterweisung
10 Tipps, wie sich ein Mausarm vermeiden lässt
Von einem Mausarm können nicht nur Vielschreiber am PC betroffen sein. Mehr als 40 Prozent der Teilnehmer an der letzten Beschäftigtenumfrage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin gaben an, innerhalb der letzten zwölf Monate nach der Arbeit Schmerzen im Hand-Arm-Schulter-Bereich gehabt zu haben. Unterweisen Sie deshalb alle am PC tätigen Mitarbeiter, wie sich ein Mausarm vermeiden lässt.
Gegen den Mausarm gibt es wirksame Hilfen
Mausarm, ein vielschichtiges Beschwerdebild
Kraftverlust, Einschränkung der Beweglichkeit, Sensibilitätsschwund, Spannungs- und Taubheitsgespür oder das Gefühl geschwollener Finger und Hände, ein Mausarm (Repetitive Strain Injury, RSI-Syndrom) kann sich in zahlreichen Beschwerdebildern zeigen.
Der Mausarm gehört zu dem Beschwerdekomplex Hand-Arm-Schulter-Bereich, der zahlreichen Beschäftigten in den letzten zwölf Monaten zu schaffen gemacht hat. Deshalb bilden die Erkrankungen des Schultergürtels und der oberen Extremitäten auch den Schwerpunkt der vierten arbeitsmedizinischen Fortbildungstagung "Ruhr", die unter dem Titel "fit 4 Job 2009" am 31. Oktober 2009 in Dortmund stattfand.
Wer unterweisen werden sollte
Nehmen auch Sie das Thema Mausarm auf die Agenda Ihrer nächsten Unterweisung und planen Sie einen großen Teilnehmerkreis. Von einem Mausarm betroffen sein können nicht nur klassische Büroarbeiter, sondern auch Entwickler oder Grafiker, letztlich jeder, der regelmäßig mit Computermäusen umgeht.
Die weitreichende Verbreitung des Beschwerdebildes Mausarm liegt an den vielfältigen Ursachen, die zu der Belastung im Bereich Hand, Arm und Schulter führen können. Dazu zählen auch Stress durch gestiegene Arbeitsanforderungen, Zeit- und Termindruck, hoher Ehrgeiz, schnelle Bewegungen bei der PC-Eingabe in Verbindung mit anstrengender Denkarbeit, daraus resultierende Muskelverspannungen, eine unausgeglichene Haltung am Computer und eine verkrümmte Haltung der Hand bei der Maus-Bedienung.
Tipps für die Unterweisung
Was im Einzelnen zu den Beschwerden führen kann oder bereits führt, muss sich aus einer individuellen Gefährdungsbeurteilung ergeben. Zusätzlich sollten Sie in Ihrer Unterweisung die wichtigsten Tipps zur Vermeidung des Mausarms geben. Sprechen Sie auch mit der Geschäftsleitung, wie sich diese Hinweise in Ihrem Unternehmen konkret umsetzen lassen:
- Verwenden Sie wo immer möglich ergonomische Eingabegeräte wie geteilte, schräg angeordnete Tastaturen, Auflagen für die Handballen, alternative Eingabegeräte zur klassischen Maus (Touchpads bei Notebooks, Joysticks, Eingabestifte, ergonomische Mäuse, die sich der Handfläche besser anpassen). Testen Sie grundsätzlich das alternative Eingabegerät vor der Umstellung.
- Bitten Sie die Systemadministration, im Betriebssystem den bislang notwendigen Doppelklick in einen einfachen Klick abzuändern, und lassen Sie sich die Tastaturkürzel zeigen, mit denen sich Mausfunktionen zur Abwechslung ersetzen lassen.
- Lassen Sie sich von Ihrer Wiedervorlage (Kalenderfunktion) oder kleinen Spezialprogrammen gegen den Mausarm helfen, damit Sie an regelmäßige Pausen von der Computerarbeit denken.
- Nutzen Sie Pausen für vorbeugende Bewegungen (Dehnübungen, Auflockerung für Hände, Arme, Schulter und Rücken).
- Verstärken Sie die Probleme nicht dadurch, indem Sie die Pausen für PC-Spiele oder sonstige Tätigkeiten am PC nutzen.
- Achten Sie auf die richtige Körperhaltung bei der Computerarbeit (rechter Winkel zwischen Unterarm und Oberarm) und halten Sie die Maus locker und unverkrampft.
- Halten Sie auch die Handgelenke gerade und knicken Sie die Hände bei der Mausbedienung nicht ab.
- Achten Sie darauf, dass die Hand und Unterarmbereiche auf dem Tisch warm genug liegen (Mauspad mit Handgelenksauflage).
- Wechseln Sie Ihre Arbeitsposition am PC und achten Sie auf dynamisches Sitzen.
- Versuchen Sie die Maus in gewissen Zeitabständen abwechselnd mit der linken und mit der rechten Hand zu nutzen.




