10.000 Euro für einen Arbeitsschutz-Film von Azubis für Azubis
Ein Arbeitssicherheit-Film von Azubis für Azubis hat jetzt 10.000 Euro gewonnen. Insgesamt wurden 30.000 Euro an die fünf Gewinner des Ideenwettbewerbs "Augen auf am Arbeitsplatz" ausgeschüttet.
"Augen auf am Arbeitsplatz" : Ein Arbeitssicherheits-Film hat jetzt 10.000 Euro gewonnen
Die Textil- und Bekleidungs- Berufsgenossenschaft (TBBG) und die Berufsgenossenschaft der Feinmechanik und Elektrotechnik (BGFE) verliehen am 20. November 2007 auf der diesjährigen Sitzung der Vertreterversammlungen in Berlin insgesamt 30.000 Euro an die fünf Gewinner des Ideenwettbewerbs 2006 „Augen auf am Arbeitsplatz“.
Neben dem Hauptpreis in Höhe von 10.000 Euro für die WEMAG AG aus Schwerin wurden am 20. November 2007 in Berlin vier weitere Preise (je 5.000 Euro) an die Hella KGaA Hueck & Co. KG aus Lippstadt, an die Braun GmbH aus Walldürn, an die Rodinger Wäscherei GmbH & Co. KG aus Roding und an die EnBW Vertriebs- und Servicegesellschaft mbH aus Karlsruhe verliehen.
Einen Volltreffer landeten die Auszubildenden des Energieversorgers WEMAG AG aus Schwerin mit ihrem Film zur Arbeitssicherheit. Diplom-Betriebswirt Frank Dumontie nahm in Berlin den 1. Preis für sein Team von Lehrlingen verschiedener Berufsgruppen entgegen. „Diese Zusammenarbeit hat den Zusammenhalt im Lehrjahr sehr gefördert“, so Frank Dumontie.
Arbeitssicherheits-Film für Elektroniker
Das Video behandelt den Arbeitsalltag des Elektroniker-Azubis Henning Hose mit all seinen Sicherheitsgefahren. Der Auszubildende lernt im Video, wie wichtig die persönliche Schutzausrüstung ist, warum elektrische Betriebsmittel Gefahren bergen und wie man sicher an elektrischen Anlagen arbeitet. Außerdem erfährt er schmerzhaft, dass ein Stuhl bei der Arbeit an hochgelegenen Stellen keine Leiter ersetzen kann. Besonders glaubwürdig wird der Film, weil die Auszubildenden selbst ihn entworfen und gedreht haben.
Mit einem umfangreichen Gesundheitsprogramm motiviert der Arbeitskreis Gesundheit der Hella KGaA Hueck & Co. KG aus Lippstadt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in die eigene Gesundheit zu investieren, und wurde dafür ausgezeichnet. Sprecherin Claudia Englisch-Grothe nahm den Preis in Höhe von 5.000 Euro für ihr Team aus Mitgliedern des Fachbereichs Sozialwesen, Arbeitswirtschaft, Personalwesen, dem Betriebsrat und Betriebsärzten entgegen.
Der Arbeitskreis bot von Juni 2005 bis Ende 2006 etwa 2.500 Mitarbeitern Schnupperangebote an wie mobile Massagen am Arbeitsplatz, einen Rückenparcours oder Gesundheitstage mit Koordinationsmessungen im Wirbelsäulenbereich. Darüber hinaus entwickelte er ein Programm mit Kursen, wie Yoga, Nordic Walking, arbeitsplatzbezogener Rückenschule etc. und motivierte damit rund zehn Prozent der Belegschaft zu mehr gesundheitsförderndem Verhalten.
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Auch bei der Braun GmbH waren die Auszubildenden einfallsreich. Achim Rittinger, Wjatscheslaw Ogel und Christopher Schell reichten ein Rundum-Paket für das sichere Arbeiten an der Fräsmaschine beim Ideenwettbewerb 2006 ein. „Es ist schon häufiger bei uns vorgekommen, dass der Spannzangenschlüssel nicht abgehoben wurde. Wenn dann die Fräse einschaltet wird, kann das richtig gefährlich werden“ erklärt Achim Rittinger. Das ausgefeilte Konzept, das der Jury 5.000 Euro wert war, prüft über eine selbst erdachte Sensorkonstruktion, ob der Spannzangenschlüssel abgenommen wurde, und gibt erst dann den Strom für die Maschine frei.
Ebenfalls mit 5.000 Euro prämiert wurden die Präventionsmaßnahmen der Rodinger Wäscherei GmbH & Co. KG. Ludwig Holzer, der für den Arbeitsschutz zuständige Technischer Leiter, arbeitete im Team mit Führungskräften und Verantwortlichen verschiedener Fachbereiche und nahm den Preis entgegen für Maßnahmen, wie die individuelle Einweisung neuer Mitarbeiter in die Technik der Maschinen, die Erstellung einer Dokumentation „Ersteinweisung Arbeitssicherheit“ sowie deren Implementierung in die betriebliche Organisation, die Installation eines Scherenhubtisches für ein Rücken schonendes Arbeiten, eine bewegliche Plexiglasscheibe und eine Absaugvorrichtung zum zusätzlichen Schutz im Dosierraum und die Polsterung einer Nietpresse zur Vermeidung von Stoßverletzungen.
Engagement und Kreativität bewies auch Susanne Jung, Mitarbeiterin im Bereich Personal/Office bei der EnBW Vertriebs- und Servicegesellschaft mbH mit Sitz in Karlsruhe. Sie betreut jährlich etwa 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allen 23 Standorten der Gesellschaft und freute sich sehr über den Preis in Höhe von 5.000 Euro. Um das Thema „Arbeitsschutz“ lebendig zu gestalten, kreierte sie die Arbeitsschutzvariante des TV-Quizklassikers „Jeopardy“. „Ich denke mir jedes Jahr ein neues Thema aus“, so Susanne Jung,
„Mein Ziel war es, speziell die Inhalte der Pflichtunterweisung mal anders zu vermitteln. So habe ich den Pflichtteil 2006 einfach zum Spiel umgestaltet. Ein Softwareunternehmen hat mir dann nach meinen Wünschen eine maßgeschneiderte Lösung programmiert.“ Seitdem Susanne Jung dieses Spiel 2006 eingeführt hat, gehen die Mitarbeiter richtig gerne zur Unterweisung. „Endlich mal was Neues“, so die Reaktion der meisten.





