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Baustellen

Arbeit auf vereisten Gerüsten ist verboten

Auf vereisten Baugerüsten darf grundsätzlich nicht gearbeitet werden. Darauf weist jetzt die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) hin. Glatteis, Schnee und Regen führen auf Baustellen schnell zu Arbeitsunfällen.

Arbeit auf vereisten Gerüsten ist verboten

Eiszapfen

In den Wintermonaten kommt es auf Baustellen vermehrt zu Arbeitsunfällen. Über 22.000, zum Teil schwere Unfälle, waren es nach einer Auswertung der BG BAU allein im letzten Winter - Dezember 2008 und Januar, Februar 2009. Zahlreiche dieser Unfälle ereigneten sich wegen rutschiger Böden auf Baustellenwegen, durch Glatteis, Schnee und Regen oder durch unzureichende Beleuchtung.

Aufgabe der Arbeitgeber ist es, die für Beschäftigte auftretenden Gefährdungen zu ermitteln und herauszufinden, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind. Das gilt auch für Gefahrenquellen im Winter. So dürfen Arbeiten auf vereisten Baugerüsten nicht ausgeführt werden, wie die BG Bau jetzt betont.

Das liegt auch im Interesse der Unternehmen. Denn vor allem in Klein- und Mittelbetrieben sind krankheitsbedingte Fehlzeiten ein belastender Kostenfaktor. Pro Arbeitsunfähigkeitstag wird im Schnitt mindestens von 400 Euro tatsächlicher Kosten ausgegangen, dazu gehören direkte Kosten wie Fortzahlung von Lohn- und Lohnnebenkosten und indirekte Kosten wie Produktionsausfälle und der Einsatz von Aushilfskräften.

Beim Skifahren oder Rodeln bereitet die kalte Pracht Vergnügen, beim Arbeiten nicht: Eis und Schnee oder nasskalte Witterung machen den Bauleuten zu schaffen. Trotz frostiger Temperaturen gehen die Arbeiten auf vielen Baustellen weiter, dank moderner technischer Verfahren. Um die Gesundheit zu erhalten, sollten Beschäftigte und Unternehmen für persönlichen Kälteschutz und ein sicheres Arbeitsumfeld sorgen.

Wichtig: Winterschutzkleidung

Darüber hinaus sind Arbeitgeber verpflichtet, ihren Beschäftigten Persönliche Schutzausrüstungen zur Verfügung stellen. So helfen etwa geeignete Sohlen von Sicherheitsschuhen gegen Rutschunfälle im Winter.

Aber auch ohne Winterschutzkleidung geht es in diesen Monaten nicht. Ohne Schutz gegen die eisigen Temperaturen stellen sich auf den oft zugigen Baustellen schnell hartnäckige Erkältungen und chronische Krankheiten der Atemwege ein. Darüber hinaus verschlimmern sich oft Rücken- und Gelenkbeschwerden. Seit Jahren ist der Krankenstand im Winter höher als im Sommer.

Damit der Körper nicht auskühlt, soll die Kleidung Feuchtigkeit nach außen ableiten können. Zur Regulierung der Temperatur ist die richtige Kombination aus Wetterschutzjacke- und Hose wichtig, zum Beispiel aus Mikrofasern, abgestimmt mit geeigneter Unterkleidung. Denn entscheidend ist, dass die Kleidung einen optimalen Luft- und Wärmeaustausch zwischen Körper und der Umgebung erlaubt. Ein Helm mit Stirnband bietet den notwenigen Kälteschutz für den Kopf.

Quelle: BG Bau

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