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Arbeitsmedizinische Empfehlung

Psychische Gesundheit im Betrieb

In der modernen Arbeitswelt steigt die Bedeutung der psychischen Belastungen. Die psychische Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten oder wiederherzustellen ist Thema der arbeitsmedizinischen Empfehlung des BMAS.

Psychische Gesundheit im Betrieb

Die arbeitsmedizinische Empfehlung hilft, auf psychische Belastungen im Betrieb adäquat zu reagieren

Auf der einen Seite ist der Krankenstand bei Beschäftigten insgesamt rückläufig.

Auf der anderen Seite berichten alle Krankenkassen von einer Zunahme der Arbeitsunfähigkeit wegen psychischer Erkrankungen: Sie sind heute bereits für jede zehnte Krankschreibung verantwortlich und in vielen Fällen (37%) die Ursache für Frühverrentungen.

Ursula von der Leyen:
„Eine große Aufgabe der kommenden Jahre wird sein, die Arbeitswelt so zu gestalten, dass sie auch den seelischen Bedürfnissen der Menschen besser gerecht wird.“

Arbeitsmedizinische Empfehlung des BMAS

Die arbeitsmedizinische Empfehlung „Psychische Gesundheit im Betrieb“ nennt Eckdaten zur Psychischen Gesundheit und stellt die Rolle des Betriebsarztes in den Mittelpunkt. Sie beschreibt, wie Betriebsärzte dazu beitragen können, die psychische Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten oder wiederherzustellen.

Eckdaten zu Arbeitsunfähigkeit

Das Kapitel „Grundlagen“ beschreibt die Eckdaten zunehmender Arbeitsunfähigkeit durch psychische Erkrankungen und trägt so dazu bei, das komplexe Zusammenspiel von biologischen und psychischen Prozessen besser zu verstehen.

Es fasst die Faktoren zusammen, die ausschlaggebend dafür sind, die psychische Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten zu fördern und gibt Tipps, was Betriebsärzte zur Erhaltung und Wiederherstellung psychischer Gesundheit im Betrieb beitragen können.

Gefährdungen rechtzeitig erkennen

„Perspektiven und Methoden“ zeigt ausgewählte Ansätze und Analyseinstrumente für den Methodenkoffer des Betriebsarztes, um  psychische Belastungen und Ressourcen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung  rechtzeitig zu erkennen, z.B.

  • Analyse der vorhandenen Daten des Betriebs
  • Bewertung von Arbeitsmerkmalen durch  Fach- und Führungskräfte, Betriebsärzte oder Sifas
  • Arbeitsmedizinische Untersuchungen, um physiologische Beanspruchungsindikatoren zu identifizieren (z. B. Blutdruckmessung)
  • Beobachtung durch Arbeitswissenschaftler
  • Befragung von Beschäftigten über Arbeitsmerkmale und Auswirkungen ihrer Belastungen

Stufenweises Vorgehen

Um psychische Belastungen beurteilen zu können und alle Anforderungsmerkmale der Arbeitstätigkeit  festzustellen und zu dokumentieren, ist ein stufenweises Vorgehen nach dem 3-Stufen-Modell sinnvoll: 

Das 3-Stufen-Modell
Stufe 1:
Vorhandene Daten und Unterlagen auswerten

Stufe 2:
  •   Detaillierten Auftrag mit Geschäftsleitung und Betriebs/Personalrat klären
  •   Arbeitskreis unter Beteiligung aller Akteure einrichten
  •   Analyseinstrumente auswählen
  •   Beschäftigte befragen
  •   Konzept erarbeiten
  •   Ergebnisse auswerten und kommunizieren
  •   Lösungen erarbeiten und umsetzen

Stufe 3:

Arbeitswissenschaftliche Detailanalysen


Wichtig ist dabei, stets die ärztliche Schweigepflicht zu wahren sowie Anonymität und Datenschutz sicherzustellen.

Erfolgreiche betriebliche Beispiele, Handlungsansätze und eine Darstellung wesentlicher Erfolgsfaktoren runden die arbeitsmedizinische Empfehlung ab.

Direkt zur arbeitsmedizinischen Empfehlung


Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

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