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Nacken und Schulter

Beschwerden und Erkrankungen am Bildschirmarbeitsplatz

Für über 21 Millionen Beschäftigte in Deutschland gehört Bildschirmarbeit zu ihrer beruflichen Tätigkeit. Deshalb wird der Zusammenhang zwischen der Arbeit und Gesundheitsbeschwerden an Händen, Armen, Schultern und Nacken intensiv diskutiert. Für eines der Syndrome hat sich – analog zum Tennisarm – der „Mausarm“ als Bezeichnung des Krankheitsbilds eingebürgert.

Beschwerden und Erkrankungen am Bildschirmarbeitsplatz

Schulterschmerzen durch Bildschirmarbeit

Über das Ausmaß des Problems, die Arbeitsbedingtheit und die Risikofaktoren beim Entstehen von Beschwerden der oberen Extremitäten an Arbeitsplätzen mit Verwaltungstätigkeiten gibt eine jetzt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) konzipierte und durchgeführte Studie Aufschluss.

Zwar dokumentierten andere Untersuchungen die berufliche Belastung durch Bildschirmarbeit, ließen jedoch einige Fragen offen. So wurden Arbeitsplatzausstattung und Ergonomie nur in geringem Maße erfasst. Die genaue Verteilung der Beschwerden im Bereich der oberen Extremitäten wurde für die verschiedenen Altersgruppen und zwischen den Geschlechtern nicht präzise erhoben.

Bildschirmarbeit lückenlos erforscht

Diese methodische Lücke schließt die jetzt veröffentlichte Querschnittuntersuchung mit mehr als 1000 Teilnehmenden. Sie liefert verlässliche Angaben über die Beschwerdesituation bei Bildschirmtätigkeiten und empfiehlt sich gleichzeitig als Referenzstudie für vergleichbare Studien und Betriebe.

Insgesamt wurden 1065 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Labor-, Büro- und Fertigungsarbeitsplätzen mit Bildschirmarbeit in nordrhein-westfälischen Werken des Chemiekonzerns DuPont untersucht und befragt.

Diese Erhebung bestand aus drei Modulen: einem Fragebogen über die Beschwerdesituation an Armen, Händen, Rücken und Nacken, einer Checkliste zur Ergonomie des Arbeitsplatzes und  einem medizinischen Erhebungsbogen speziell zur Erfassung von Erkrankungen im Bereich der oberen Extremitäten. Dieses Methodeninventar lässt sich perspektivisch bei ähnlichen Studien einsetzen.

Mit diesen Befunden liefert die Studie Vergleichsangaben für andere Betriebe, die sich im Rahmen von betrieblichen Untersuchungen einen Überblick über die körperlichen Beschwerden ihrer Mitarbeiter machen wollen.

Schwerpunkte für Präventionsansätze können so begründet werden. Weiterhin kann das Datenmaterial Grundlage für neue Studien sein, indem es als externe Kontrollgruppe genutzt wird.

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Quelle: BAuA

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