DEKRA: Betriebe haben Probleme mit REACH
Viele der deutschen Firmen haben die neue Chemikalien-Verordnung REACH nicht im Griff, warnt die Prüforganisation DEKRA. Diesen Betrieben drohen beträchtliche wirtschaftliche Schäden.
Gefahrstoffe: Viele Betriebe sind auf REACH nicht vorbereitet. (Foto: van Melis. Pixelio)
Rund ein Drittel der deutschen Firmen haben mit der korrekten Umsetzung der neuen Chemie-Verordnung REACH noch Probleme, schätzt die Sachverständigenorganisation DEKRA. Wer die Vorschriften, die jetzt wirksam wurden, nicht im vollen Umfang erfüllt, darf seine Produkte nicht weiterverkaufen. Er darf auch keine Waren aus Nicht-EU-Ländern importieren.
„Viele Unternehmer denken, sie seien gar nicht von REACH betroffen“, beobachtet Dr. Bernd Steisslinger, Geschäftsführer der DEKRA Umwelt GmbH. „Dann stellen sie fest, dass beispielsweise Importgüter registrierungspflichtige Stoffe enthalten oder ein Kunde Nachweise über Inhaltsstoffe der Waren verlangt“, erläutert er. Der Experte bemerkt zudem eine wachsende Nachfrage nach Informations-Workshops, die DEKRA zur REACH-Problematik anbietet – ein Indiz dafür, dass vielen Betrieben jetzt erst die Tragweite der Vorschrift bewusst wird.
| Mehr zu den Themen Gefahrstoffe und REACH |
REACH regelt, dass von Ausnahmen abgesehen alle Chemikalien, die auf den EU-Markt gelangen, registriert sein müssen. Betroffen sind alle Hersteller und Importeure von Stoffen und Erzeugnissen, ebenso wie alle, die diese Produkte weiterverwenden. Am 1. Dezember 2008 lief eine erste Frist zur Vorregistrierung von bestimmten Stoffen ab, mit der sich Betriebe Übergangsfristen sichern können. Wer diese Frist versäumt hat, muss sich sofort einem aufwändigen Registrierungsprozess unterwerfen. Die DEKRA Umwelt GmbH in Stuttgart unterstützt Firmen bei allen Aufgaben, die sich durch REACH ergeben.
Quelle: DEKRA





