Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung erhöht die Leistung
Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung halbiert bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen die Fehlzeiten. Das hat eine repräsentative klinische Studie unter 134 Schmerzpatienten herausgestellt.
Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung kann Wunder wirken
Die Studie gibt Arbeitsschützern Rückenwind: Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung in Kombination mit Trainingseinheiten, in denen schonendere Bewegungsabläufe einstudiert werden, ist bei der Behandlung von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen erfolgreicher als die herkömmliche Kombination aus Physiotherapie und medikamentöser Schmerzbehandlung.
Ein holländisch-kanadisches Forscherteam hatte 134 Schmerzpatienten im Alter zwischen 18 und 65 Jahren in zwei Vergleichsgruppen eingeteilt. 68 Patienten wurden auf dem herkömmlichen Weg behandelt. Sie erhielten Physiotherapie und schmerzlindernde Medikamente.
Die 66 Personen starke Vergleichsgruppe wurde im Rahmen einer integrierten Therapie über 12 Monate hinweg von Ergonomie-Beauftragten, Klinikärzten und Gesundheitsexperten betreut. Bis zur 12. Woche wurden die Patienten am Arbeitsplatz beobachtet, wobei gleich zu Beginn für eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung gesorgt wurde. Parallel durchliefen die Betroffenen 26 Übungseinheiten, in denen kritische Bewegungsabläufe abtrainiert und insgesamt für mehr Bewegung gesorgt wurde.
Die Bilanz nach 12 Monaten: Die Patienten, die nach herkömmlichen Methoden behandelt wurden, brauchten im Schnitt vier Monate länger als die Vergleichsgruppe, bis ihre Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt war. Während die Patienten, die sich einer integrierten Therapie unterzogen hatten, im Schnitt nach 88 Tagen wieder zur Arbeit gehen konnten, brauchte die Vergleichsgruppe dafür im Durchschnitt 208 Tage, wobei die Schnellsten nach 99 Tagen wieder arbeitsfähig waren.
Die Studie wurde jetzt im Fachmagazin "British Medical Journal" vorgestellt.




