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Neue Norm

Flucht- und Rettungspläne: DIN ISO 23601 bringt Einheitlichkeit

Flucht- und Rettungspläne beinhalten eindeutige Anweisungen für das Verhalten im Gefahren- oder Katastrophenfall und Informationen über den schnellsten und sichersten Weg zum Verlassen des Gefahrenbereichs (möglichst ins Freie). Die DIN ISO 23601 soll zur Vereinheitlichung beitragen.

Flucht- und Rettungspläne: DIN ISO 23601 bringt Einheitlichkeit

Bilder sagen manchmal mehr als Worte, besonders im internationalen Kontext. Ein System zur Vermittlung von Fluchtwegen in Gebäuden sollte sich daher auf die Benutzung möglichst weniger Worte zur Verständigung beschränken.

Die Zunahme des internationalen Handels, des Verkehrs und der Mobilität von Arbeitskräften und Touristen erfordert eine einheitliche Kommunikation von Sicherheitsinformationen für die Benutzer von Gebäuden. Die Festlegungen dieses neuen Norm-Entwurfs sollen helfen, Gefahren zu verringern – egal, ob man sich in Berlin, Ulan Bator oder auf Bali befindet.

Wie zuvor auch in Deutschland, wurden Fluchtpläne international über viele Jahre nach unterschiedlichen Kriterien hergestellt. Dies erschwerte es den Auftraggebern, die Angebote der Lieferanten zu vergleichen - und den Behörden fehlte es an einer präzisen Vorgabe zur Prüfung.

Mit der DIN ISO 23601:2007-08 sollen solche Probleme jetzt der Vergangenheit angehören. Der Norm entsprechende Fluchtpläne müssen laut Entwurf vielfältigen Ansprüchen gerecht werden:

Vorgaben für Flucht- und Rettungspläne gemäß neuer DIN ISO 23601:

  • farbliche Gestaltung: Hintergrund des Plans weiß, Fluchtwege grün
  • Maßstab mindestens 1.250
  • Format mindestens A3
  • Angabe einer Legende
  • Angabe des Standpunkts in blauer Farbe

 

Der Norm-Entwurf gilt für Fluchtwegpläne, die zu Notausgängen weisen und den Standort von Brandbekämpfungs- und Erste-Hilfe-Einrichtungen in der Nähe der Fluchtwege angeben. Er gilt weder für Pläne, die von externen Sicherheitsdiensten, noch für technische Zeichnungen, die von Fachleuten angewendet werden.

Das Projekt geht auf eine deutsche Initiative zurück; die Federführung im zuständigen Gremium liegt beim DIN Deutsches Institut für Normung e. V.

Quelle: Deutsches Institut für Normung e. V.

 

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