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Laserdrucker

Ist Tonerstaub doch gesundheitsschädlich?

Neue Forschungsergebnisse entfachen die Diskussion um die Gefährlichkeit von Tonerstaub neu. Nach Angaben der Stiftung nano-Control gibt es Hinweise darauf, dass Laserdrucker schon nach kurzer Exposition erbgubtschädigend wirken.

Ist Tonerstaub doch gesundheitsschädlich?

Neue Forschungsergebnisse entfachen die Diskussion um die Gefährlichkeit von Tonerstaub neu.

Über die Gesundheitsgefährdungen durch Laserdrucker wird schon seit Jahren diskutiert. Beweisen lassen sich die Zusammenhänge zwischen Atemwegserkrankungen und Tonerstaub bisher aber nicht. Auch die neuesten Forschungsergebnisse liefern keine Beweise, sondern lediglich Hinweise darauf, dass Tonerstaub aus Laserdruckern möglicherweise doch gesundheitsschädlich ist.

Das Universitätsklinikum Freiburg hat Lungenzellen eine Stunde lang Tonerstäuben ausgesetzt und kontrolliert, ob sich dabei Mikronuklei bilden. Bei dieser Vorgehensweise handelt es sich um ein anerkanntes Standardverfahren, um Erbgut verändernde Eigenschaften von Chemikalien zu messen: Mikronuklei bilden sich dann, wenn die Zellteilung nicht mehr korrekt verläuft.

Die Forscher des Universitätsklinikums Freiburg entdeckten dabei nicht nur, dass sich bei der Exposition tatsächlich Mikronuklei bildeten, sondern fanden auch Hinweise, dass Emissionen eines bestimmten Druckertyps sogar fast so viele Mikronuklei entstehen lassen wie das bei einer Begasung der Zellen mit Formaldehyd der Fall ist.

Man könne aus den vorläufigen Forschungsergebnissen nicht folgern, dass Laserdrucker Krebs auslösen, so Richard Gminski vom Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Freiburg gegenüber jetzt.de. "Doch sind die Ergebnisse ein wichtiger Hinweis auf Chromosomenschäden durch Laserdruckeremissionen - und damit auf mutagene Wirkung."

Im vergangenen Herbst hat das Sozialgericht Fulda erstmalig eine Atemwegserkrankung als durch Tonerstaub bedingte Berufskrankheit anerkannt. Das Magazin "Deutsche Polizei" berichtet in der aktuellen März-Ausgabe umfassend über diesen Fall. Nach Angaben der Stiftung nano-Control liegen deutschlandweit weitere 2.150 Verdachtsfälle vor, die Erkrankungen durch Laserdrucker vermuten lassen.

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