Neue Brandschutzmanschette für Elektro-Installationsrohre
Ein besonderer Risikofaktor bei Bränden sind stets Leitungen und Kabel, die feuerwiderständige Bauteile wie Brandschutzwände und -decken durchqueren. Jetzt ist eine neue BSM-E Brandschutzmanschette Typ AWM II auf dem Markt, mit der man ganze Bündel Elektro-Installationsrohre gegen Feuer abschotten kann, ohne dass Spezialbaustoffe notwendig werden.
Brandschutzmanschette
Über zwölf Jahre ist es nun her, dass bei dem verheerenden Brand in den Terminals des Düsseldorfer Flughafens siebzehn Menschen ums Leben kamen. Damals waren wichtige Brandschutzmaßnahmen missachtet worden und eine gesetzliche Verschärfung war die Folge.
Ein besonderer Risikofaktor sind stets Leitungen und Kabel, die feuerwiderständige Bauteile wie Brandschutzwände und -decken durchqueren. Rauch, Hitze und Flammen können sich ohne Schutz durch die Kabelschächte fressen und ein Brand breitet sich in Sekundenschnelle aus. Jetzt hat das Traditionsunternehmen Fränkische Rohrwerke eine neue BSM-E Brandschutzmanschette Typ AWM II auf den Markt gebracht, mit der man ganze Bündel Elektro-Installationsrohre gegen Feuer abschotten kann, ohne dass Spezial-baustoffe notwendig werden.
Brandschutzmanschette der Feuerwiederstandsklasse S 90
Neunzig Minuten – das ist eine wichtige Zeiteinheit bei Bränden, denn so lange dauert es etwa, bis die Feuerwehr ein Haus evakuiert und einen Brand unter Kontrolle gebracht hat. Deshalb müssen Brandschutzdecken auch neunzig Minuten lang dem Feuer widerstehen können, Wände vor Notausgängen und Fluchtwegen dreißig Minuten. Riskant wird es dann, wenn Leitungen und Kabel diese feuerwiderstandsfähigen raumabschließenden Bauteile durchqueren.
Hier müssen laut Gesetz grundsätzliche Brandschutzmaßnahmen durchgeführt werden. Eine davon bietet wird nun ganz neu angeboten: Die BSM-E Brandschutzmanschette Typ AWM II für den sicheren Verschluss von Elektro-Installationsrohrdurchführungen durch Brandschutzwände und –decken.
Die neue Brandschutzmanschette der Feuerwiderstandsklasse S 90 besteht aus zwei Halbschalen, die um das Einzelleerrohr oder das Leerrohrbündel herumgelegt und an der Wand oder Decke mit Metalldübeln und Stahlschrauben befestigt werden. Die Manschette enthält ein intumeszierendes Material, einen Blähgrafit. Dieser Dämmschichtbildner schäumt im Brandfall mit starkem Blähdruck auf und verschließt die Bauteilöffnung dauerhaft gegen Feuer und Rauch.
Brandschutzmanschette für Rohrbündel bis 79 Millimeter Durchmesser
Die Brandschutzmanschette kann ohne großen Aufwand auch nachträglich befestigt werden und zwar bei Wänden auf jeder Seite, bei Decken reicht eine unterseitige Anbringung. Nicht nur Einzelrohre, sondern ganze Rohrbündel können so zuverlässig abgeschottet werden und zwar ganz ohne Spezialbaustoffe. So genügt handelsüblicher Beton, Mörtel oder Gips, um Öffnungen um die Rohrbündel herum dicht zu machen. Die Leerräume zwischen den einzelnen Rohren müssen überhaupt nicht verschlossen werden.
Die Brandschutzmanschetten eignen sich für maximale Öffnungsgrößen von 125 mm Durchmesser bei Massivwänden und –decken ab 150 mm Stärke. Bei nur 100 mm dicken Wänden darf das Bündel einen maximalen Durchmesser von 79 mm aufweisen. Die Elektro-Installationsrohre sollten eine maximale Größe von 32 mm nicht überschreiten.
Etwa 200.000 Brände werden jedes Jahr verzeichnet, wobei 700 bis 800 mit tödlichem Ausgang enden. Das sind alarmierende Zahlen, die zeigen, wie wichtig es ist, alle nur erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um solch schwere Unglücke zu verhindern. Im letzten Jahr hat das Unternehmen Fränkische Rohrwerke die halogenfreien Low Smoke-Rohre für Aufputzinstallation entwickelt, die im Brandfall extrem wenig Rauch produzieren, damit Fluchtwege auf diese Weise sichtbar bleiben. Mit der neuen BSM-E Brandabschottung für Elektro-Installationsrohre hat FRÄNKISCHE nun einen weiteren wichtigen Schritt in puncto Brandschutz unternommen.
Quelle: Weigang Pro GmbH





