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Arbeitsumfeld

Spannungskopfschmerz - was tun?

Im Großraumbüro rattert der Kopierer, drei Telefone klingeln gleichzeitig und jemand wartet ungeduldig auf das Besprechungsprotokoll. Lärm, Hektik und Stress gehören für viele Berufstätige zum Alltagsgeschäft. Da ist es nicht verwunderlich, dass so mancher Schädel brummt: 29 Millionen Menschen in Deutschland leiden immer wieder unter Spannungskopfschmerzen. Bei vielen treten diese Beschwerden besonders im Arbeitsalltag auf.

Spannungskopfschmerz - was tun?

Ohne Spannungskopfschmerz (Foto: DAK)

Einige Auslöser für Spannungskopfschmerzen lauern am Arbeitsplatz. Dazu gehören unter anderem flimmernde Monitore, trockene, verbrauchte Raumluft und zu hoch oder zu niedrig eingestellte Büromöbel. Einmal erkannt, können diese Missstände oft mit wenigen Handgriffen behoben werden. Darüber hinaus verursachen Differenzen mit Kollegen und Chefs, Stress und Termindruck Kopfweh. DAK-Experten geben Tipps, wie man Bürokopfschmerzen gezielt bekämpfen kann.

Entspannung für die Augen

"Ständiges Starren auf den Bildschirm strengt die Augen an und kann schnell zu Kopfschmerzen führen", erklärt Sabine Winterstein, DAK-Expertin für betriebliche Gesundheitsförderung. "Deshalb ist es ganz wichtig, dass das Büro und der Monitor ins rechte Licht gerückt werden, denn viele Arbeitsplätze sind leider schlecht beleuchtet. Außerdem helfen kleine Übungen, die Augen zu entspannen."

Richtig sitzen

Wer im Büro arbeitet, verbringt in der Regel viel Zeit im Sitzen. Durch eine falsche Sitzhaltung verspannt sich die Schulter- und Nackenmuskulatur, wodurch Kopfschmerzen entstehen können. "Richtig sitzt, wer beide Füße beim Arbeiten fest aufstellt und auf die Sitzhöhe achtet", erläutert Winterstein. "Ober- und Unterarme, sowie Ober- und Unterschenkel befinden sich dabei im rechten Winkel zueinander." Um entspannt zu bleiben, sollte man außerdem öfter aufstehen, zum Beispiel beim Telefonieren.

Für gutes Klima sorgen

Muffige, verbrauchte Raumluft enthält viel Kohlendioxid – das macht müde und verursacht Kopfweh. "Ausreichend Sauerstoff ist entscheidend für einen klaren Kopf, deshalb sollte man auch im Winter das Büro am Besten jede Stunde einmal kräftig lüften", empfiehlt Winterstein. "Grundsätzlich ist eine Raumtemperatur zwischen 20 und 22 Grad Celsius optimal. Bei sommerlichen Außentemperaturen kann diese auch mal höher liegen."

Spannungskopfschmerzfaktor Stress

Immer mehr Berufstätige fühlen sich durch ihren Job gestresst. "Wer ständig unter Strom steht, muss unbedingt für Ausgleich sorgen", rät
Diplom-Psychologe Frank Meiners von der DAK. Bewegung an der frischen Luft löst Verspannungen. Ist keine Zeit für einen Spaziergang, helfen kleine Übungen, die man zwischendurch im Büro machen kann.

Auch gegen emotionalen Stress lässt sich etwas tun: "Wenn Unstimmigkeiten mit Kollegen oder Vorgesetzten Kopfzerbrechen bereiten, hilft manchmal schon ein offenes Gespräch. Im Ernstfall kann ein externer Vermittler das gute Betriebsklima wiederherstellen", so Meiners.

Pausen nicht vergessen

"Auch wenn das Arbeitspensum noch so hoch ist – kleine Pausen müssen sein", erklärt Meiners. Statt mittags direkt mit dem Aufzug in die Kantine zu fahren, lieber ein paar Schritte gehen und kurz durchatmen. "Bewegung macht den Kopf frei und räumlicher Abstand zum Büro hilft, Stress abzubauen und Kraft für die zweite Tageshälfte zu sammeln", weiß der DAK-Experte.

Quelle: DAK

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