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Handlungshilfe

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz in die Gefährdungsbeurteilung integrieren

Die INQA-Broschüre "Integration der psychischen Belastungen in die Gefährdungsbeurteilung" ist eine wertvolle Handlungshilfe für die Unternehmen. Sie ist jetzt in der 2., durchgesehenen und korrigierten Auflage erschienen.

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz in die Gefährdungsbeurteilung integrieren

Immer schneller, immer hektischer: Psychische Belastungen am Arbeitsplatz nehmen stark zu

Der wirtschaftliche Boom in Deutschland hat zwei Gesichter. Das eine lacht, angesichts rund einer halben Million neuer Jobs, die die aktuelle Boomphase bis heute gebracht hat.

Das andere wirkt nachdenklich, weil die Zahl der Beschäftigten bislang weniger stark zugenommen hat als in der letzten Aufschwungphase zwischen 1998 und 2000. Diese Zahlen meldet das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in seinem aktuellen Report.

"Stattdessen arbeiten die mehr, die bereits Arbeit haben", erklärt das IMK die unterschiedliche Entwicklung. Eine aus Sicht der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) alarmierende Aussage.

Der durch die gute Konjunktur gestiegene Bedarf an Arbeitskräften werde über mehr Überstunden und weniger Kurzarbeit gedeckt. Zudem arbeiteten Beschäftigte mit Zeitkonten jetzt länger und auch die Arbeitszeit der Teilzeitbeschäftigten steige an, heißt es in der Juni-Ausgabe des IMK-Reports weiter.

Diese Entwicklung - mehr Überstunden, statt mehr Stellen - bedeutet in der Konsequenz für viele Beschäftigte eine andauernde Fehlbelastung. Private Belange bleiben zunehmend unberücksichtigt, Freizeit zur Erholung wird anhaltend reduziert, permanente Mehrarbeit, Zeit- und Leistungsdruck stellen enorme psychische Belastungen dar.

Prävention und Gesundheitsschutz

Die Fehlbeanspruchungen beeinflussen auf Dauer die Gesundheit negativ - psychische Ermüdung, Stress und ermüdungsähnliche Zustände drohen. Sie lassen sich mit einem Leitbild guter Arbeit nicht vereinbaren. Weder aus Sicht der Beschäftigten, deren Gesundheit gefährdet ist, noch aus Sicht der Unternehmen.

In der repräsentativen INQA-Studie "Was ist gute Arbeit?" machten 41 % der Beschäftigten deutlich, dass unter einem erhöhten Arbeitspensum und -druck auch die Qualität der geleisteten Arbeit leidet.

Hinzu kommt der wirtschaftliche Schaden durch den Arbeitsausfall aufgrund psychischer Erkrankungen. Laut DAK-Gesundheitsreport 2007 entfallen rund 10 % der Arbeitsunfähigkeitstage auf diese Krankheitsart.

INQA bietet Handlungshilfe zum Thema Psychische Belastungen

Die Antwort auf die aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt muss daher lauten: Prävention und Gesundheitsschutz sind wichtiger den je. Im Hinblick auf geeignete Maßnahmen ist die INQA-Broschüre "Integration der psychischen Belastungen in die Gefährdungsbeurteilung" eine wertvolle Handlungshilfe für die Unternehmen. Sie ist jetzt in der 2., durchgesehenen und korrigierten Auflage erschienen.

Die Broschüre erleichtert einen praxisnahen Einstieg zum Umgang mit den psychischen Belastungen am Arbeitsplatz. Analyse, Bewertung, Maßnahmenumsetzung und Wirkungskontrolle sind die zentralen Schritte des Prozesses der Gefährdungsbeurteilung.

Die Handlungshilfe führt in den Themenbereich der psychischen Belastungen ein und versucht im Hauptteil, eine idealtypische Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung aufzubereiten. Es werden zahlreiche kommentierte Literaturempfehlungen gegeben und im Anhang praktische Arbeitshilfen dargestellt.

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Quelle: INQA

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