Psychosoziale Belastungen im betriebsärztlichen Alltag
Psychische Störungen nehmen neben Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems und des Herz-Kreislaufssystems einen hohen und stetig steigenden Stellenwert bei den krankheitsbedingten Fehlzeiten im Unternehmen ein. Obwohl sich Betriebs- und Arbeitsmediziner zunehmend in ihrer praktischen Tätigkeit mit psychosozialen Belastungen auseinandersetzen müssen, fehlen oft geeignete Methoden und Kompetenzen.
Rettungswagen (Foto: König, Pixelio)
Deshalb führte das Steinbeis-Transferzentrum Innovative Systemgestaltung und personale Kompetenzentwicklung an der Universität Bremen im Auftrag der BAuA das Forschungsprojekt „Psychosoziale Belastungen im betriebsärztlichen Alltag: Methoden- und Kompetenzerweiterung für Betriebs- und Arbeitsmediziner“ durch. Die Ergebnisse werden im Rahmen eines Workshops am 11. und 12. Mai 2007 in der BAuA in Berlin vorgestellt.
Im Mittelpunkt steht ein neu entwickeltes Fortbildungskonzept für Betriebs- und Arbeitsmediziner zur Erkennung, Bewertung und Veränderung von psychosozialen Belastungen. Die Teilnehmer erfahren nicht nur theoretische Grundlagen, sondern führen auch praktische Übungen durch. In parallelen Arbeitsgruppen können folgende methodische Elemente erprobt werden: empathische und systemisch fundierte Kommunikation als betriebsärztliches Werkzeug sowie neuroenergetische „Stressdiagnose und –therapie“.
Der Workshop richtet sich an Betriebs- und Arbeitsmediziner sowie betriebliche Funktionsträger und Multiplikatoren des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Die Ärztekammer Berlin hat den Workshop zum Erwerb von 10 Fortbildungspunkten zertifiziert.
Quelle: BAuA





