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Quecksilber

Quecksilberhaltige Energiesparlampen landen im Hausmüll

Die Sammlung und ordnungsgemäße Entsorgung quecksilberhaltiger Energiesparlampen bewegt sich in Deutschland weiter auf einem beklagenswert niedrigen Niveau.

Quecksilberhaltige Energiesparlampen landen im Hausmüll

Dass quecksilberhaltige Energiesparlampen nicht wie herkömmliche Birnen entsorgt werden können, ist nicht nur bei Privathaushalten noch nicht angekommen, sondern leider auch bei den Bau- und Elektromärkten.

Das ist das Ergebnis von insgesamt 124 Testbesuchen, die Mitarbeiter der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) im Vorfeld der bevorstehenden zweiten Stufe des EU-Glühlampenverbots aktuell in Bau- und Elektromärkten sowie Drogerien durchgeführt haben.

Die Testbesucher der DUH interessierten sich einerseits für das Informationsangebot der Verkaufsstellen, in denen die Kunden über die korrekte Entsorgung von quecksilberhaltigen Altlampen aufgeklärt werden. Anderseits ging es um die Bereitschaft des Handels, Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren auf freiwilliger Basis zurückzunehmen.

Nur zehn der besuchten Geschäfte (das entspricht acht Prozent) informierten am Verkaufsregal über die Entsorgungspflichten der Verbraucher und die Rückgabemöglichkeiten direkt im Markt oder bei den kommunalen Sammelstellen. Nur knapp jeder fünfte besuchte Händler (19 Prozent) bietet den Verbraucherinnen und Verbrauchern freiwillige Rückgabemöglichkeiten von Altlampen in Form von sichtbar aufgestellten Sammelbehältern.

Zwar gaben 50 Prozent der befragten Märkte an, dass sie im Prinzip alte Energiesparlampen zurücknähmen. Die tatsächliche Rücknahme dieser Märkte bzw. die ordnungsgemäße Entsorgung von in diesen Märkten gesammelten Altlampen ist aber in vielen Fällen unklar und zweifelhaft – oft fehlen schon gesonderte Sammelbehälter oder eine geeignete Rücklauflogistik. Die DUH-Mitarbeiter konnten unter anderem feststellen, dass Altlampen in einigen Märkten zusammen mit Altbatterien gesammelt wurden. In einem Fall entsorgte gar ein Baumarkt-Mitarbeiter Altlampen unmittelbar nach der Rücknahme in den Restmüll.

Jährlich fallen in Deutschland rund 120 Millionen quecksilberhaltige sogenannte Gasentladungslampen zur Entsorgung an. Nur 35 Prozent davon werden getrennt gesammelt und ordnungsgemäß entsorgt. Betrachtet man die Sammelquote von ausgedienten Energiesparlampen aus Privathaushalten, sinkt sie sogar auf 10 bis 20 Prozent.

Quecksilber bringt zahlreiche Gesundheitsrisiken mit sich. Wenn Quecksilber aus Energiesparlampen austritt, sind folgende Sicherheitsmaßnahmen nötig:
 
  • Lüften und den Raum für 15 Minuten verlassen

  • Danach Handschuhe anziehen

  • Große Bruchstücke der Lampe einsammeln

  • Kleinere Stücke mit einem Stück Papier und einem feuchten Einwegtuch zusammenkehren bzw. aufnehmen (Achtung: Keinen Staubsauger verwenden!)

  • Alle großen und kleinen Bruchstücke und alle genutzten Hilfsmittel (wie das Blatt Papier und das Einwegtuch) in ein luftdichtes Gefäß (zum Beispiel Einmachglas) füllen

  • Gefäß gut verschließen und bei der Sammelstelle für Sondermüll abgeben

  • Ggf. die Abfallberatung kontaktieren, wenn Unklarheiten bestehen

 Weitere Tipps finden Sie im Fachbeitrag Achtung - Quecksilber im Büro.

Quelle: DUH/Red.

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