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Arbeitszeit

Richtig Pause machen

Pausen haben einen schlechten Ruf. Wer leistungsfähig ist, arbeitet auch mal durch, macht Überstunden und malocht am Wochenende. Der hohe Nutzen von Pausen wird verkannt, so die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Betriebe mit einer guten Pausenkultur sind im Vorteil, weil ihre Mitarbeiter gesünder, motivierter und leistungsfähiger sind.

Richtig Pause machen

Pause machen, aber richtig. Dazu rät die BGW. (Foto: BGW)

Unser Körper ist auf den Wechsel von An- und Entspannung programmiert. Phasen hoher körperlicher und geistiger Beanspruchung müssen regelmäßig Zeiträume folgen, in denen eine Regeneration oder zumindest ein Belastungswechsel möglich ist.

So kann es zum Beispiel schon der Erholung dienen, wenn nach einer langen, ermüdenden Stehtätigkeit einfache Sortier- oder Ablagearbeiten im Sitzen erledigt werden. „Es sollte allerdings auch immer wieder eine echte Auszeit möglich sein, in der die Arbeit bewusst unterbrochen wird“, empfiehlt Dr. Heike Schambortski, Expertin für Gesundheitsmanagement bei der BGW.

Kurzpausen: Erheblicher Erholungseffekt

Dabei hat sich in den letzten Jahren immer mehr die Erkenntnis durchgesetzt, dass häufigere Kurzpausen einen beträchtlichen Erholungseffekt haben. „Viele Betriebe könnten ihre Arbeitsorganisation optimieren, indem sie Pausen stärker berücksichtigen“, betont Dr. Schambortski.

„So helfen Kurzpausen von fünf bis acht Minuten pro Stunde, die Leistungsfähigkeit über den Arbeitstag hinweg besser zu erhalten. Aber selbstverständlich dürfen diese die gesetzlich vorgeschriebenen Erholungspausen nicht ersetzen.“

Wichtig ist zudem, dass eine Pause nicht am Schreibtisch mit privaten E-Mails oder Erledigungen in größter Eile verbracht wird. Sinnvoller ist es, sich vom Arbeitsplatz zu entfernen, eventuell kurz an die frische Luft zu gehen, sich zu bewegen, Ausgleichsübungen zu machen oder abzuschalten und auf Gedankenreise zu gehen. Wo möglich, kann ein kurzer Schlaf, auch Power-Nap genannt, für Erholung sorgen. Er gilt unter Arbeitsmedizinern inzwischen als eine der effektivsten Möglichkeiten, die Arbeitskraft zu erneuern.

Unternehmen, denen die Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiter wichtig ist, setzen daher zunehmend auf Pausenräume für die Beschäftigten. „Der Raum sollte rauchfrei sein und eine ausreichende Größe sowie Fenster haben“, weiß die BGW-Expertin. „Zur Entspannung trägt darüber hinaus eine angenehme Gestaltung des Raums bei, etwa mit Zimmerpflanzen und bequemen Stühlen oder Sesseln. Auch eine entsprechend eingerichtete Kantine oder Cafeteria im Unternehmen kann diese Funktion erfüllen.“

Quelle: BGW

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