Wohlbefinden am Bildschirmarbeitsplatz
Wohlbefinden am Bildschirmarbeitsplatz? Ist das nicht ein bisschen viel verlangt? Reicht es nicht, wenn man gesund bleibt? Ja, wenn man unter Gesundheit mehr versteht als nicht krank zu sein. Wer bei der Arbeit ständig unter Anspannung leidet, fühlt sich zwar niedergeschlagen und unzufrieden - krank im medizinischen Sinne sind er aber nicht. So richtig gesund allerdings auch nicht. Eine neue Broschüre der INQA gibt Tipps zum Arbeits- und Gesundheitsschutz im Büro.
Bildschirmarbeitsplatz
Gesund sein ist mehr als nur nicht akut krank zu sein. Dieses "mehr" lässt sich nicht immer und unbedingt mit Hilfe der Labormedizin bestimmen. Gesundheit im umfassenden Sinne schließt vielmehr neben dem körperlichen auch das seelische und psychische Wohlbefinden des Menschen ein.
Eine gut gestaltete und inhaltlich befriedigende Arbeit kann einen aktiven Beitrag zur Förderung der Gesundheit und der Persönlichkeit leisten. Wie eine solche Arbeit aussehen kann, welche Voraussetzungen sie erfüllen muss, damit sie den Menschen angemessen fordert und seine Gesundheit entsprechend fördert, dazu möchte diese Broschüre einige Anregungen geben.
Manche werden fragen: Schön und gut, aber warum ausgerechnet eine Broschüre zur Büroarbeit? Die Antwort lautet: Weil damit 17 Millionen Menschen ihren Arbeitstag verbringen. Und weil entgegen landläufiger Meinung Büroarbeit eben keine relativ belastungsarme Tätigkeit ist. Mittlerweile verzeichnen die kaufmännisch-verwaltenden Berufe die größte Zahl von krankheitsbedingten Ausfalltagen. Typisch sind Kopfschmerzen, Beschwerden im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich, Handgelenksentzündungen usw.
Mit dem flächendeckenden Einzug der computergestützten Informations- und Kommunikationstechnik haben diese Probleme weiter zugenommen, andere Probleme, wie psychische Belastungen und Augenbeschwerden sind hinzugekommen. Angesichts dieser Probleme greifen einzelne korrektive Maßnahmen, wie z.B. ein ergonomischer Bürostuhl oder eine gute Beleuchtung, meistens zu kurz, da auch Fragen der Arbeitsorganisation und der Arbeitsinhalte berührt sind.
Gefragt sind deshalb Konzepte, die den Bildschirmarbeitsplatz als System begreifen und alle Bereiche, also die Gestaltung der Arbeitsumgebung, der Arbeitsmittel, der Arbeitsorganisation und der Arbeitsinhalte, einer kritischen Analyse unterziehen, gegebenenfalls verbessern und dem Menschen und seinen Bedürfnissen anpassen.
Der Trend zu mehr "Natürlichkeit" am Arbeitsplatz als gesundheitsfördernde Maßnahme hat in den letzten Jahren neue Argumente erhalten. So belegen heute zahlreiche Untersuchungen den wohltuenden Einfluss von Zimmerpflanzen auf die Psyche und damit das Wohlbefinden des arbeitenden Menschen. Die vorliegende Broschüre informiert auch über diese zunächst ungewöhnlich anmutende, aber dennoch wirksame Möglichkeit der betrieblichen Gesundheitsförderung.
Diese INQA-Publikation (ISBN 978-3-88261-554-8) ist als Printausgabe oder als Download erhältlich.
Quelle: www.inqa.de





