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Glossar

Tierhaltung

Unter dem Begriff Tierhaltung ist die Haltung von Tieren zur Produktion von Wolle, Milch, Fleisch, Eiern und anderer Produkte tierischen Ursprungs gemeint.

Unsachgemäßer Umgang mit Tieren kann zu Unfällen führen, vor allem dann, wenn Tiere sich provoziert fühlen oder unter Stress geraten und entsprechend aggressiv reagieren.

Beschäftigte in der Tierhaltung sind deshalb eingehend zu unterweisen, damit sie spezielle Kenntnisse über den Umgang mit Tieren erhalten. Generell ist ruhiges und selbstbewusstes Verhalten ratsam, da Tiere Unsicherheit schnell erkennen.

Beim Transport von Tieren sind entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Die Tiere können durch den Umgebungswechsel unruhig werden und reagieren dann ungewohnt. Beim Führen von Rindern kann dann ein Nasenring mit Leitstange notwendig werden. Sichtblenden erleichtern das Führen von Mastbullen.

Bei der Planung von Ställen ist auch auf die Sicherheit des Personals zu achten: Türen müssen sich von innen öffnen lassen, um notfalls einen Fluchtweg zu haben. Die Tiere dürfen sich nicht selbst befreien können. Rutschsichere und leicht zu reinigende Stallböden verhindern Unfälle durch Ausrutschen. Stiefel mit Zehenschutzkappe verhindern Verletzungen durch Huftritte.

Verschiedene Tierkrankheiten sind auf den Menschen übertragbar. Eine intensive Beobachtung der Tiere ist deshalb ratsam. Bei direktem Kontakt mit erkrankten Tieren sollte sich der Betreuer gründlich reinigen und die Berührungsstelle nötigenfalls desinfizieren. Bei einer Infektion ist frühzeitig der Arzt aufzusuchen.

Gesetze, Regeln, Verordnungen, Vorschriften:

  • UVV Tierhaltung (VSG 4.1)
  • Haltung von Wildtieren (BGR 116) / (GUV-R 116)
  • TRBA 230 Landwirtschaftliche Nutztierhaltung
  • DIN EN 1384 Schutzhelme für reiterliche Aktivitäten
  • DIN 10530-1 Lebensmittelhygiene - Hygieneschleusen - Teil 1: Hygieneschleusen im Bereich der Tierhaltung in landwirtschaftlichen Betrieben