Glossar
Umweltmanagement
Das Umweltmanagement in einem Betrieb setzt sich mit allen Belangen der Umwelt und des Umweltschutzes in einem Unternehmen auseinander. Ziel ist es, den Schutz der Umwelt so in die Produktionsprozesse zu integrieren, dass Ökonomie und Ökologie in Einklang gebracht werden.
Im Idealfall sind Maßnahmen des Umweltmanagements ökologisch und ökonomisch von Vorteil für den Betrieb. Sie beziehen sich auf Produktionsprozesse und das Verhalten der Mitarbeiter.
Beispiele sind technische Maßnahmen zur Verringerung der Umwelteinwirkungen (wie Rauchgasfilteranlagen) oder Vorgaben zum Verhalten der Mitarbeiter (Beispiel: Mülltrennung). Zum Umweltmanagement gehört ferner die Erfassung der Umweltleistung (Messung u.a. von Abwasser oder Bodenverunreinigungen).
Mit Hilfe eines Umweltmanagementsystems werden die Ziele des Umweltmanagements umgesetzt. Empfehlungen dazu gibt die
Norm ISO 14004 (Umweltmanagementsysteme: Allgemeiner Leitfaden über Grundsätze, Systeme und Hilfsinstrumente), die Norm ISA 14001 definiert genaue Vorgaben.
Ein bekanntes Beispiel für ein Gemeinschaftssystem aus Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung ist EMAS (Eco- Management and Audit Scheme, auch Öko-Audit genannt). EMA setzt stark auf die Eigenverantwortung der Wirtschaft bei der Bewältigung ihrer Umweltauswirkungen.
Eingebürgert hat sich zunehmend die Verbindung des Umweltmanagements mit dem Arbeitsschutzsystem. Oft werden beide Systeme in das betriebliche Qualitätsmanagementsystem integriert.
Zum Thema siehe auch:
Sicherheits-Certifikat-Contraktoren (SCC)
Gesetze, Regeln, Verordnungen, Vorschriften:
- DIN EN ISO 14001 Umweltmanagementsysteme; Spezifikationen mit Anleitung zur Anwendung
- UAG-Erweiterungsverordnung (UAG-ErwV)


