Glossar
Wirtschaftlichkeit im Arbeitsschutz
In der Arbeitswelt setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass die Gesundheit der Beschäftigten ein wesentlicher Erfolgs- und Wettbewerbsfaktor für ein Unternehmen ist. So weist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin darauf hin, dass Gesundheit und Sicherheit sowie Wirtschaftlichkeit eng zusammen hängen. Investitionen in die Mitarbeiter sorgten nachweislich für einen geringeren Krankenstand und sinkende Fehlzeiten, für eine geringere Fluktuation sowie mittel- und langfristig für sinkende Lohnnebenkosten. Zahlreiche Studien liefern Argumente für diese Argumentation.
In seinem Gutachten „Bedarfsgerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit“ hat der Sachverständigenrat für die konzertierte Aktion im Gesundheitswesen 2002 gefordert, dass der Präventionsgedanke nachhaltig verstärkt werden muss. Durch verstärkte Prävention seien rund 25 bis 30 Prozent der Gesundheitsausgaben in Deutschland vermeidbar.
Es sind gerade die Kosten arbeitsbedingter Erkrankungen, die die Bedeutung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes und der Gesundheitsförderung deutlich machen.
Denn Arbeitsunfähigkeit führt zu Produktionsausfällen. Im Jahr 2005 schätzte die die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin die volkswirtschaftlichen Produktionsausfälle auf insgesamt 38 Milliarden Euro und den Ausfall an
Bruttowertschöpfung auf 66 Milliarden Euro.
Um betriebswirtschaftliche Aspekte im Arbeitsschutz zu verankern, wird er immer häufiger als Teil des Qualitätsmanagements betrachtet. Ziel ist eine Steigerung der Effizienz von Maßnahmen des Arbeitsschutzes und damit ein Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens.
Zum Thema siehe auch:
- Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (www.baua.de)
- Broschüre „Mit Sicherheit mehr Gewinn“ der BAuA
- Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (www.dguv.de)


