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Glossar

Elektrostatische Aufladung

Eine elektrostatische Aufladung ist eine elektrische Ladung, die sich durch mechanische Trennung von Stoffen (etwa beim Abheben, Reiben, Ausschütten) auf den getrennten Teilen ansammelt oder infolge Influenz auf anderen leitfähigen Gegenständen oder Personen auftritt. Die Hauptgefahr der elektrostatischen Aufladung liegt im Auftreten zündfähiger Entladungen. Diese können in der Lage sein, Explosionen von Gasen und Stäuben zu verursachen.

Zündfähige Entladungen können entstehen zwischen einem isolierten oder geerdeten leitfähigen Gegenstand und

  • einem aufgeladenen, isolierten leitfähigen Gegenstand
  • einem aufgeladenen nichtleitfähigen Stoff.

Der beste Schutz vor einer elektrostatischen Aufladung ist die Erdung. Auch die Aufladung von Personen kann durch Bewegung oder Influenz geschehen. Kleidungsstücke mit nicht ausreichender Leitfähigkeit begünstigen die elektrostatische Aufladung.

Bei Berührung aufgeladener Gegenstände kann eine Aufladung auch durch Ladungsübertragung erfolgen. Dazu muss der Standort der Person isoliert sein. Die Aufladung von Personen kann so hoch sein, dass bei Annäherung an einen leitfähigen Gegenstand eine Funkenentladung erfolgt und explosionsfähige Gas/Luft- oder Dampf/Luft-Gemische oder explosionsgefährliche Stoffe entzündet werden. Die elektrostatische Entladung selbst ist für die Person nicht gesundheitsschädlich, sie kann aber zu Schreckreaktionen führen.

Zum Thema Elektrostatische Aufladung siehe auch:

Explosionsschutz

Gesetze, Verordnungen, Vorschriften und Regelungen:

  • UVV Allgemeine Vorschriften (BGV A 1) / (GUV-V A1) / (VSG 1.1)
  • Explosionsschutz-Regeln (EX-RL) (BGR 104) / (GUV-R 104)
  • Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen (Richtlinien Statische Elektrizität) (TRBS 2153) / (GUV-R 132)