Glossar
Methan
Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas. Erdgas wird deshalb häufig als Synonym für Methan verwendet, ebenso Grubengas, Sumpfgas, Faulgas.
Methan ist ein farb- und geruchloses Gas, schlecht löslich in Wasser, dafür gut löslich in Benzin und ähnlichen Lösemitteln. Methan bildet mit Luft bzw. Sauerstoff hochexplosive Gemische.
Kommt Methan mit starken Oxidationsmitteln in Kontakt, sind Entzündung und Explosion möglich.
Methan wird bei tiefen Temperaturen flüssig gelagert. Tritt es in dieser gekühlten Form aus, kann es bei Kontakt mit der Haut zu Erfrierungen kommen. In atembaren Konzentrationen wirkt es nicht reizend auf Haut und Schleimhäute. Es kann aber beim Einatmen von Methan zu erhöhten Atem- und Herzfrequenzen kommen.
Deshalb sollten Räume, in denen mit Methan gearbeitet wird, stets gut be- und entlüftet werden. Rauchen und Schweißen sind verboten, wenn mit Methan gearbeitet wird. Arbeiten an Behältern und Leitungen dürfen nur nach sorgfältigem Freispülen und Inertisieren erfolgen. Kleidung, die mit Methan in Kontakt gekommen ist, muss in großer Entfernung zu möglichen Zündquellen gelüftet werden.
Zum Thema siehe auch:
Gesetze, Regeln, Verordnungen, Vorschriften:
- Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Stoffen (Gefahrstoffverordnung - GefStoffV) (CHV 5)
- UVV Gase (BGR 500/2.33)
- UVV Güllelagerung, Gruben, Kanäle und Brunnen (VSG 2.8)
- Explosionsschutz-Regeln (EX-RL) (BGR 104) / (GUV-R 104)
- Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen (Richtlinien Statische Elektrizität) (TRBS 2153)


