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Glossar

Mobbing

Mobbing ist eine besondere Art der psychischen Belastung am Arbeitsplatz, die in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat. Persönliche Konflikte gehören auch in der Arbeitswelt zum Alltag, sind durch konstruktives Verhalten aller Beteiligten aber meist zu schlichten. Eine Grenze wird jedoch überschritten, wenn ein sozialer Konflikt sich nicht mehr auf kleinere Auseinandersetzungen unter Kollegen oder mit Vorgesetzten beschränkt, sondern wenn systematisch Intrigen und Schikanen angewandt werden. Dann spricht man von Mobbing.

Das Wort Mobbing ist abgeleitet aus dem Englischen. Das Verb "to mob" bedeutet übersetzt "anpöbeln, angreifen, attackieren". Von Mobbing ist die Rede, wenn ein Arbeitnehmer systematisch terrorisiert wird – immer wieder und über einen längeren Zeitraum hinweg. Oft wird dabei auch vor persönlichen Verleumdungen nicht zurückgeschreckt. Arbeitsleistung und Kompetenz eines Mitarbeiters werden belächelt oder in Frage gestellt. Zudem wird ihm häufig der Zugang zu betrieblichen Informationen erschwert. Ziel des Mobbing ist in der Regel, einen Kollegen beruflich und menschlich von der Gemeinschaft auszugrenzen. Dieses Ziel wird mit System verfolgt, zumeist gerichtet auf eine bestimmte Person.

Opfer von Mobbing können sich meist kaum noch in den Arbeitsabläufen einbringen und leiden an einem hohen Verlust des Selbstwertgefühls. Dazu kommen gesundheitliche Beschwerden, die zu ernsthaften Erkrankungen führen können. Mobbingopfer werden häufig lange Zeit krank geschrieben, müssen vorzeitig in Rente gehen oder versetzt werden.

Mobbing beeinträchtigt auch Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Dass die Opfer öfter krank sind und weniger Leistung bringen, liegt auf der Hand. Aber auch die Täter schaden dem Unternehmen. Sie planen das Mobbing und seine Durchführung und wenden viel Zeit dafür auf. So nehmen Qualität und Produktivität der Arbeit insgesamt ab.

Die Bekämpfung von Mobbing sollte Chefsache sein. Nötig ist ein Betriebsklima, das Mobbing nicht toleriert und schon im Ansatz ausschaltet. Wichtig sind dabei zum Beispiel klare Verantwortlichkeiten in der Betriebsorganisation, ein kooperativer Führungsstil der Vorgesetzten, der auf gleichberechtigter Information der Mitarbeiter fußt.

Unter anderem Krankenkassen, Gewerkschaften und Kirchen sowie Selbsthilfegruppen bieten Mobbingopfern Hilfsangebote.

Zum Thema siehe auch:

Arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren

Gewalt am Arbeitsplatz

Stress

Informationen im Internet: