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Glossar

Selbstentzündung

Wenn sich ein Stoff bei normalen Temperaturen ohne Wärmezufuhr oder Zündquelle von außen selbst entzündet, spricht man von Selbstentzündung. Diese kann langsam oder auch schnell verlaufen, je nach Art und Zustand des Stoffes.

Prüfungen auf Selbstentzündlichkeit und entsprechende Kennzeichnung sind durch das Gefahrstoff- und Gefahrgutrecht vorgesehen.

Selbstentzündlichen Stoffe lassen sich in zwei Gruppen einteilen:

Gruppe 1: Pyrophore Stoffe. Das sind brennbare feste Stoffe und Flüssigkeiten, deren Entzündungstemperatur bei gewöhnlicher Temperatur liegt. Sie beginnen bei Luftzutritt fast umgehend zu glühen und entzünden sich. Diese Stoffe haben eine sehr große spezifische Oberfläche, die den Luftsauerstoff sehr schnell aufnimmt, was letztlich zur Entzündung führt.

Beispiel: Metallstäube.

Gruppe 2: Brennbare feste Stoffe, in feiner Verteilung und dadurch mit relativ großer Oberfläche, die sich infolge schlechter Wärmeableitung allmählich erhitzen und letztlich entzünden.

Beispiele: Gebrauchte Putzlappen, Lackrückstände.

Eine ul der selbstentzündliche Stoffe und Hinweise zum Umgang mit ihnen ist zu finden unter www.dguv.de/bgia/stoffdatenbank.

Zum Thema siehe auch:

Brandschutz

Gesetze, Regeln, Verordnungen, Vorschriften:

  • Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Stoffen (Gefahrstoffverordnung - GefStoffV) (CHV 5)
  • UVV Allgemeine Vorschriften (BGV A 1) / (GUV-V A1) / (VSG 1.1)
  • UVV Herstellen und Bearbeiten von Aluminiumpulver (BGV D 13)
  • Andere Gase (BGR 500/2.34)
  • Verarbeiten von Beschichtungsstoffen (BGR 500/2.29 und GUV-R 500)
  • UVV Gefahrstoffe (VSG 4.5)
  • Umgang mit Magnesium (BGR 204)
  • Organische Peroxide (BGI 752)
  • Sicherheitstechnische Kenngrößen - Ermitteln und Bewerten (BGI 747)
  • Thermische Sicherheit chemischer Prozesse BGI 828
  • DIN EN 15188 Bestimmung des Selbstentzündungsverhaltens von Staubschüttungen