Glossar
Sick-Building-Syndrom
Das Sick-Building-Syndrom (SBS) ist ein vielfach gebrauchter Ausdruck für ein ganzes Bündel verschiedener, meist unspezifischer Symptome und Beschwerden bei Beschäftigten in Gebäuden.
Nach einer Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO kann dann vom Sick-Building-Syndrom gesprochen werden, wenn mehr als 20 Prozent der Nutzer eines Gebäudes über eines oder mehrere der folgenden Symptome klagen:
- Reizung von Augen, Nase oder Rachen,
- Trockenes Gefühl an Schleimhäuten oder der Haut,
- Hautrötungen
- Erhöhte Häufigkeit von Infektionen der Atemwege und Husten,
- Heiserkeit, Juckreiz, unspezifische Überempfindlichkeit,
- Übelkeit und Schwindelgefühl.
Forscher gehen davon aus, dass für das SBS nie nur ein Faktor allein verantwortlich ist. Vielmehr sind im Zusammenspiel physikalische, chemische, biologische und psychologische Faktoren maßgeblich.
Mögliche Ursachen für Beschwerden können zu hohe Strömungsgeschwindigkeiten, mangelhafte Luftführung und zu niedrige Zulufttemperaturen von raumlufttechnischen Anlagen sein.
Maßnahmen gegen das SBS lassen sich vor allem durch die Installation moderner raumluft-technischer Anlagen ergreifen. Bauliche, technische und organisatorische Maßnahmen, die bei Planung, Installierung, Betrieb und Instandhaltung von Klima- und Belüftungsanlagen wichtig sind, werden durch die Richtlinie VDI 6022 geregelt.
Zum Thema siehe auch:
Gesetze, Regeln, Verordnungen und Vorschriften:
- Arbeitsplätze mit Arbeitsplatzlüftung (BGR 121)
- VDI 6022-1 Hygienische Anforderungen an Raumlufttechnische Anlagen - Büro- und Versammlungsräume
- VDI 6022-2 Hygienische Anforderungen an Raumlufttechnische Anlagen - Anforderungen an die Hygieneschulung
- VDI 6022-3 Hygiene-Anforderungen an Raumlufttechnische Anlagen in Gewerbe- und Produktionsbetrieben
- Arbeiten unter Hitzebelastung (BGI 579)
- Mensch und Arbeitsplatz (BGI 523)
- Wärmebelastete Arbeitsplätze (BGI 537)


