Bewerbung
3-Säulen-Strategie für Job-Suchende
Die meisten Kandidaten bringen zwar einen schriftlichen Lebenslauf als Grundlage für jede Bewerbung mit, machen sich jedoch nicht ausreichend Gedanken um ihren künftigen Arbeitgeber.
3-Säulen-Strategie für Job-Suchende
Viele Bewerber um einen neuen Arbeitsplatz machen gravierende Fehler und stehen sich damit auf der Karriereleiter selbst im Wege. Dieses Resümee zieht Karl Hecken, Personalberater. Die meisten Kandidaten bringen zwar einen schriftlichen Lebenslauf als Grundlage für jede Bewerbung mit, machen sich jedoch nicht ausreichend Gedanken um ihren künftigen Arbeitgeber und sprechen diesen nicht aktiv genug an, bemängelt der Personalberater.
Er rät daher, neben dem eigenen Lebenslauf-Datenblatt auch ein "Marketing-Datenblatt" zu erarbeiten. Während sich der Lebenslauf um die eigene Person dreht, geht es beim Marketing um die Frage: "Warum bin ich der bzw. die Richtige für den potenziellen neuen Arbeitgeber?" "Die meisten Kandidaten denken nur an ihre eigene Karriere und begreifen nicht, dass sich für das Unternehmen die Fragestellung genau umkehrt.
Das Anlegen eines Marketingblatts hilft jedem Bewerber, sich in die Rolle der anderen Seite zu versetzen, die über die Einstellung entscheidet", erklärt Karl Hecken.
Darüber hinaus empfiehlt der Berater Bewerbern die Aufstellung einer Zielfirmenliste. "Es genügt nicht, sich über Zielmärkte oder Zielgruppen Gedanken zu machen. Vielmehr ist eine Liste mit ganz konkreten Firmennamen gefordert". Er spricht von einer "3-Säulen-Strategie aus Lebenslauf, Marketingblatt und Zielfirmenliste".
Sind die Wunscharbeitgeber identifiziert und ist die Frage "Warum sollte mich diese Firma nehmen?" beantwortet, sollte der Kandidat konkrete Maßnahmen ergreifen, sich dem Ziel zu nähern. Oftmals wird aus der intensiven Beobachtung schon der "Leidensträger" erkennbar, dessen "Leidensdruck" sich mit einem neuen Mitarbeiter mindern lässt.
In vielen Fällen lässt sich auch herausfinden, zu welchen Anlässen die Zielperson, nämlich der potenzielle neue Chef, präsent ist, beispielsweise mit einem Vortrag auf einer Konferenz. "Nähern" kann in diesem Fall auch ganz konkret heißen, sich ins Auditorium zu setzen und den Referenten nach seinem Vortrag anzusprechen. "Am Telefon abzuwarten, bis sich jemand meldet, oder nur mit seinem Lebenslauf in der Tasche unvorbereitet über eine Messe wie die CeBIT zu ziehen ist nicht genug, um wirklich Karriere zu machen", sagt Karl Hecken.


