Anzeichen von Burnout
Brennen Sie jetzt nicht aus
Meinen Sie tagsüber, dass Sie gerade in der aktuellen Wirtschaftssituation „alles geben müssen“? Fühlen Sie sich abends „nur noch schlapp“? Können Sie nicht schlafen, weil sich nachts Ihre Gedanken nur noch um Ihre Firma, Ihre Aufgaben und um Ihren Arbeitsplatz drehen? Dann ist es an der Zeit, zu sich selbst „Stopp“ zu sagen – bevor Sie endgültig ausbrennen!
Anzeichen von Burn out sind anfangs schwer zu erkennen.
Burnout ist ein schleichender Prozess, der scheinbar normal beginnt:
Entweder hat jemand enormen Spaß an seiner Arbeit und dehnt daher seine Arbeitszeit immer weiter aus – was letztlich zu Lasten der Erholungsphase geht.
Oder der Betreffende setzt sich selbst hohem Leistungsdruck aus, weil er befürchtet, sonst seinen Arbeitsplatz zu verlieren.
In der Regel ist zunächst auch in beiden Fällen ein positiver Arbeitserfolg festzustellen. Das Problem: Auf Dauer kann keiner permanent unter Hochspannung stehen – egal, ob einem die Arbeit wirklich sehr viel Spaß macht oder man meint, dies unter den aktuellen wirtschaftlichen Verhältnissen leisten zu müssen. Irgendwann zeigt der Körper die „Gelbe Karte“ – und spätestens dann empfiehlt es sich, über die bisherige Arbeitsweise nachzudenken.
Werden Sie bei ersten Anzeichen von Burn out wach
Wenn Sie übermäßig viel arbeiten, ist Ihnen dies meist auch bewusst. Solange Sie darauf achten, dass diese Phase in absehbarer Zeit von einer ausreichend langen Erholungspause (regelmäßiges arbeitsfreies Wochenende, mehrwöchiger Urlaub) abgelöst wird, besteht auch keine Gefahr, dass Sie ausbrennen.
Problematisch wird es, wenn Sie wissen, dass Sie zu viel arbeiten – oder Ihnen dies regelmäßig von Ihren Familienangehörigen vorgehalten wird – und Sie dies leugnen. Unter Umständen
- beginnen Sie jetzt, mit Ausreden Ihr übermäßiges Verhalten zu verteidigen,
- reagieren Sie schnell ungeduldig bzw. aggressiv gegenüber Ihren Kollegen, Lebenspartnern und Kindern,
- nehmen Sie kaum noch Freizeitangebote wahr.
Oft werden viele Burnout-Betroffenen bei diesen Anzeichen bereits wachgerüttelt, weil Ihnen gesundheitliche Symptome wie beispielsweise Klingeln im Ohr, Bluthochdruck, häufige Kopfschmerzen oder Magenprobleme das Leben schwer machen.
Andere greifen dagegen zu Medikamenten und/oder Alkohol – schließlich müssen Sie ja „irgendwie durchhalten“. In der Regel beginnt dann aber spätestens ihre Leistungsfähigkeit zu sinken:
- Es unterlaufen ihnen immer häufiger Fehler.
- Sie haben das Bedürfnis, ständig alles kontrollieren zu müssen – und können nichts abgeben.
- Sie schikanieren ihre Zuarbeiter, weil sie meinen, dass diese zu wenig Engagement zeigen.
Lassen Sie es nicht so weit kommen – auch wenn der Druck in wirtschaftlich schwierigen Phasen zunimmt. Achten Sie auf Ihre Work-Life-Balance, indem Sie bewusst zwischen Ihrer Arbeits- und Ihrer Freizeit unterscheiden sowie Wert auf unternehmensexterne Aktivitäten legen.
Dr. Jutta Gröschl ist Chefredakteurin der Monatspublikationen „Coaching“ und „Sekretärinnen SERVICE“, die im WEKA-Tochterunternehmen GWI erscheinen.


