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Arbeitsklima

Punkten Sie bei Ihren Kollegen mit Anerkennung

Wie fühlen Sie sich, wenn Sie viel Energie in eine Aufgabe gesteckt bzw. Ihre Unterweisung oder Ihren Vortrag mit Enthusiasmus vorgetragen haben – und Sie haben den Eindruck, Ihre Kollegen/Zuhörer nehmen dies nur gleichgültig hin? Lernen Sie aus solchen Erfahrungen – und machen Sie es besser!

Sie müssen Ihren Kollegen nicht gleich den roten Teppich ausrollen - aber ein bißchen Anerkennung verbessert das Arbeitsklima

Sie müssen Ihren Kollegen nicht gleich den roten Teppich ausrollen - aber ein bißchen Anerkennung verbessert das Arbeitsklima

Arbeiten Sie an Ihrer sozialen Kompetenz - und tragen Sie nebenbei auch ein kleines Stück zur Verbesserung des Arbeitsklimas bei. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, mit sehr viel offeneren Augen Ihren Arbeitstag zu leben. Und sagen Sie es, wenn Ihnen etwas positiv auffällt: „Ich merke, dass Sie sich die Hinweise der letzten Unterweisung zu Herzen genommen haben, Sie achten heute sehr auf Ihre Sicherheit.“ Oder: "Die neue Persönliche Schutzausrüstung ist meiner Meinung nach schöner als die alte, Ihnen steht die neue Farbe ganz besonders, Frau Ganzmann." Aber: Äußern Sie solche Kommentare nur, wenn Sie sie ehrlich meinen! Ihr Lächeln, Ihr Blick oder Ihr Tonfall könnten Sie sonst verraten – und dazu führen, dass Ihr Kollege Ihnen kein lobendes Wort mehr abnimmt, das über Ihre Lippen kommt.

Jeder Mensch freut sich über ein anerkennendes Wort. Nehmen Sie Anteil an den Bedürfnissen und Empfindungen Ihrer Mitmenschen – angefangen beim Hausmeister bis hin zu Ihren unmittelbaren Kollegen und Vorgesetzten. Gehen Sie darauf ein, wenn Sie mit diesen zusammenarbeiten und sagen Sie es zum Beispiel, wenn Sie sich darüber freuen, dass sich jemand trotz bevorstehendem Urlaub die Zeit nimmt, Ihnen beim Aufbau des elektronischen Equipments für Ihre Unterweisung zu helfen. 

Beschäftigen Sie sich mit den (Zu-)Arbeiten Ihrer Kollegen. Oder anders ausgedrückt: Nichts wirkt destruktiver als die Worte „Ich habe zwar Ihren Text nicht gelesen, aber ...“!:

  • Geben Sie von sich aus zeitnah Feedback – und warten Sie nicht, bis Ihre Kollegen nach Ihren Eindrücken fragen („Wunderbar, dass Sie sich mit den neuen gesetzlichen Anforderungen auseinandergesetzt haben... Da haben Sie mich um einen neuen Gedanken bereichern können...“).
  • Bedanken Sie sich für die Unterstützung, die Ihnen von anderen zu Teil wird („Vielen Dank, dass Sie bei der Unterweisung diese gute Frage gestellt haben. Womöglich hätte ich diesen Aspekt noch unter den Tisch fallen lassen."). 

Heben Sie besondere Ereignisse immer hervor: „Ich freue mich über die große Resonanz auf meinen Vortrag. Ich erlebe nicht jeden Tag, dass mir soviele interessierte Fragen gestellt werden.“

Bereiten Sie den Nährboden für ein gutes Arbeitsklima

Viele Aufgaben können Sie nur mit der Zuarbeit von Kollegen erfolgreich erledigen. Wenn Sie möchten, dass Sie auch später auf deren Unterstützung zurückgreifen können, dann erwähnen Sie stets Ihre Helfer – wenn Sie öffentlich bzw. von Ihrem Vorgesetzten gelobt werden („Ohne die Unterstützung von ... hätte ich so schnell dieser arbeitstechnischen Unsicherheit nicht Abhilfe schaffen können.“).

Auch wenn der Dank in der Öffentlichkeit einen Kollegen zunächst beschämen mag („Ich habe auch Frau Meyer für Ihre wertvolle Hilfe zu danken. Sie hat mich erst auf diese innovative Sicherheitsmethode aufmerksam gemacht ...“.) – auf längere Sicht wird er sich als nutzbringend für Sie erweisen. Schließlich freut sich jeder über öffentliches Lob – und dazu zählt auch der Dank vor Dritten.

Mit diesen Tipps wird das Loben leicht:

1. Tipp: Üben Sie zunächst an Ihrer nächsten Umgebung

Beginnen Sie zunächst in Ihrer persönlichen Umgebung gezielt Lob und Komplimente auszusprechen. Aber übertreiben Sie es nicht.

2. Tipp: Loben Sie überzeugend

Je freundlicher Sie ein Lob oder Kompliment aussprechen, desto überzeugender kommt es an. Dabei gilt: Je spontaner Ihre Aussage, desto schöner ist Ihr Lächeln.

3. Tipp: Loben Sie immer konkret

Ein Lob wirkt nur, wenn Sie immer konkret eine Leistung ansprechen. Ihr Gegenüber merkt dann, dass Sie sich wirklich mit ihm und seiner Arbeit/seinem Engagement beschäftigen. 


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Dr. Jutta Gröschl ist Chefredakteurin der Monatspublikationen „Coaching“ und „Sekretärinnen SERVICE“, die im WEKA-Tochterunternehmen GWI erscheinen.

Veröffentlicht:
2010-05-25

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