Vorträge
So gewinnen Sie Aufmerksamkeit für das Thema Arbeitssicherheit
Ob Unterweisung, Vortrag oder Präsentation: In vielen beruflichen Situationen gilt es das Interesse von Zuhörern zu wecken und zu halten. Ob es gelingt, hängt vor allem von der richtigen Technik ab - mit ein paar Kniffen wird das trockenste Thema zu einer spannenden Sache, selbst das bei vielen unbeliebte Thema Arbeitssicherheit.
So gewinnen Sie Aufmerksamkeit
Gekonnt in das Thema einsteigen
Als Fachkraft für Arbeitssicherheit wissen Sie, wie wichtig es ist, die Aufmerksamkeit von Mitarbeitern zu gewinnen. Aber schon bei der Ankündigung einer Schulung oder Unterweisung fällt manch einem gelangweilt die Kinnlade herunter. Das können Sie ändern, indem Sie dafür sorgen, dass man Ihnen gerne zuhört.
Vorträge spannend gestalten
Natürlich geht es gerade bei Themen der Arbeitssicherheit darum, ernste Informationen sachlich korrekt zu vermitteln. Das bedeutet aber nicht, dass Sie die Themen staubtrocken abhandeln oder gar ablesen müssen, im Gegenteil: Inhalte bleiben besser beim Zuhörer hängen, wenn sie auf spannende, kurzweilige und abwechslungsreiche Weise präsentiert werden. Ein guter Vortragsstil berücksichtigt also auch rhetorische und dramaturgische Aspekte.
Das Interesse für die Arbeitssicherheit wecken
Schon der Einstieg ist entscheidend dafür, ob der Zuhörer bei der Stange bleibt, ob er die angebotenen Informationen als interessant empfindet. Es ist wie mit einem gutem Buch: Ist der Anfang mitreißend, wird der Leser förmlich in die Geschichte „gesogen“, andernfalls legt er das Buch schnell wieder beiseite.
Auch ein Vortrag zum Thema Arbeitssicherheit sollte deshalb mit einem Appetithäppchen beginnen, um das Interesse zu wecken. Je nach Thema und Situation kann es sich um einen ernsten, aber auch einen amüsanten Hintergrund drehen.
Bewährte Techniken sind zum Beispiel:
- eine Anekdote aus dem eigenen Leben erzählen (evtl. aus der Berufspraxis als FaSi)
- von einem aktuellen Ereignis berichten (z. B. von einem Arbeitsunfall)
- kurz einen historischen Hintergrund beleuchten („Wussten Sie schon, dass die Staublunge als eine der ältesten Berufskrankheiten der Welt gilt?)
- einen passenden Witz erzählen
- eine anregende Frage an die Zuhörer richten (und einzelne Antworten aufgreifen, um fortzufahren)
- ein kleines Experiment vorführen („Was Sie hier sehen, passiert auch mit unserer Haut, wenn wir keine Handschuhe tragen…“)
- einen interessanten Gegenstand herumreichen (z. B. einen PSA-Oldie wie eine der ersten Schutzbrillen oder eine besondere Neuheit).
Im Grunde sind der Kreativität auch beim Thema Arbeitssicherheit keine Grenzen gesetzt. Der Einstieg sollte aber immer kurz und prägnant gehalten werden und inhaltlich zum Thema passen. Er sollte das Interesse auf positive Weise wecken - bei an sich negativen Themen wie Arbeitsunfällen sollte der positive Aspekt des Vortrags (mehr Sicherheit) unterstrichen werden. Machen Sie sich am besten schon bei der Vorbereitung entsprechende Gedanken und Notizen.
Einen Wert mitgeben
Ob groß oder klein, der Mensch lernt leichter, wenn er dafür belohnt wird. Ihre Mitarbeiter sollten erfahren, warum sie Ihnen nun unbedingt zuhören müssen - und zwar gleich zu Beginn. Jeder wird sich eher für einen Vortrag begeistern, wenn ihm der Wert, der Nutzen bewusst ist, den das Thema Arbeitsschutz für ihn persönlich hat.
Im Falle der Arbeitssicherheit ist der allgemeine Wert zwar naheliegend, doch vielen Zuhörern genügt das nicht, zu verbreitet ist die Meinung „Ach, schon wieder so eine Unterweisung, das kennt man doch…“. Heben Sie also den besonderen Nutzen des jeweiligen Themas noch hervor.
Eindeutige Ziele formulieren
Stellen Sie sich vor, Sie nehmen eine Fahrstunde. Mit welcher Vorgabe Ihres Fahrlehrers könnten Sie mehr anfangen:
- „Heute üben wir das Fahren im Stadtverkehr“.
- „Nach dieser Fahrstunde werden Sie über mehr Praxis bei sicheren Spurwechseln und der Vorfahrtssituation in Wohngebieten verfügen“.
Klar definierte Ziele steigern die Aufnahme- und Lernbereitschaft. Sagen Sie Ihren Zuhörern konkret, was sie am Ende des Vortrags können oder wissen werden. Dabei sollten Kernziele formuliert werden, also die wesentlichen Punkte, die es zu erreichen gilt.
Kurz und knackig zum Thema übergehen
Der gesamte Einstieg sollte nur wenige Minuten in Anspruch nehmen und gekonnt zum Thema überleiten. Berücksichtigt man alle Aspekte, könnte ein Einstieg zum Thema „Verwendung geeigneter Schutzbrillen“ zum Beispiel so aussehen:
„Schauen Sie mal, so sahen seinerzeit die ersten Schutzbrillen aus (einige Details erklären)… Mittlerweile können wir auf deutlich verbesserte Materialien zurückgreifen. Heute möchte ich Ihnen ein paar Maßnahmen vorstellen, wie Sie Ihre Sicherheit auf bequeme Weise steigern können und dabei sogar noch gut aussehen. Anschließend werden Sie Ihre PSA immer richtig auswählen, einstellen und einsetzen können. Beginnen wir mit...“
Nach einer gelungenen Einleitung können Sie sicher sein, dass Ihre Mitarbeiter Sie aufmerksam ansehen und gespannt auf ihre weiteren Ausführungen warten.


