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Kommunikation

So kommen Ihre Unterweisungen an

Es gibt immer Arbeitnehmer, die nehmen Ihre Hinweise zur Arbeitssicherheit (gerne) an. Es gibt aber auch solche, denen Sie bereits am Gesichtsausdruck und Ihrer Körperhaltung ablesen können, dass Ihre Unterweisung wirkungslos bleiben wird.

Greifen Sie bei der Unterweisung nicht auf ein "Standardpaket" zurück

Greifen Sie bei der Unterweisung nicht auf ein "Standardpaket" zurück

Als Sicherheitsfachkraft wissen Sie, warum eine bestimmte Arbeitssituation negative Konsequenzen besitzt oder zu diesen führt. Ihr Ziel ist es, den Arbeitnehmern aufzuzeigen, was diese ändern müssen, damit es zu keinen gesundheitlichen oder psychischen Beeinträchtigungen kommt.

Überlegen Sie sich daher – bevor Sie zu einer Unterweisung gehen – Vorteile, die die Arbeitnehmer haben, wenn sie Ihre Unterweisung auch im Alltag umsetzen. Greifen Sie dabei nicht auf Ihr „Standardpaket“ zurück, sondern versuchen Sie einleuchtende Argumente zu finden.

Ein Beispiel: Mit Sicherheit weiß jeder Waldarbeiter, dass Schützer sinnvoll sind, um die Ohren vor dem Lärmpegel der Sägen zu schützen. Viele Arbeiter verzichten dennoch auf diese Schutzmaßnahme. Beginnen Sie doch Ihre Unterweisung einmal mit einem Smalltalk, in dem Sie auf einfühlsame Weise in Erfahrung bringen, ob ...

  • die Waldarbeiter eigene Kinder haben und was sie gerne mit diesen unternehmen.
  • sie die Geräusche des Waldes schätzen etc.

Gehen Sie später bei der Arbeitsschutzdarstellung auf das Gehörte ein: Zeigen Sie beispielsweise auf, dass derjenige, der Ihnen von seinem Leben mit seinen Kindern erzählt hat, den von ihm geliebten Tätigkeiten nicht mehr oder nur eingeschränkt nachgehen kann, wenn er dauerhaft auf Ohrenschützer verzichtet.

Mit Sicherheit werden Ihre Unterweisungen auf diese Weise die Arbeitnehmer zum Nachdenken bewegen – auch wenn sie es nicht sofort zeigen.

Achten Sie bei Unterweisungen auf die Tonlage

Viele Unterweisungen führen auch ins Leere, weil die Sicherheitsfachkraft den falschen Ton anschlägt. Oder anders ausgedrückt: Auch wenn Sie Vorschriften und Regeln vermitteln, brauchen Sie nicht wie ein „autoritärer Bürokrat“ zu klingen. Besser:

  • Achten Sie darauf, dass Sie keine Vorurteile (z. B. „Die Arbeiter in XY sind ja so und so schwer von Kape“) gegenüber der zu unterweisenden Gruppe hegen.
  • Sehen Sie die jeweiligen Arbeitnehmern immer als Experten auf ihrem Gebiet an – es wird sich unbewusst auch auf Ihre Körpersprache und Redeweise auswirken.
  • Vermeiden Sie autoritäre Aussagen wie beispielsweise „weil es so in den Vorschriften/im Paragraf XY steht“.
  • Begründen Sie nachvollziehbar, warum Ihre Unterweisung und die entsprechenden Vorschriften notwendig sind.


Je klarer und präziser Sie dabei Ihre Ausführungen darlegen, desto eher werden Ihnen die Arbeitnehmer bei Ihren Unterweisungen zuhören und die Vorgaben umsetzen.

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Dr. Jutta Gröschl ist Chefredakteurin der Monatspublikationen „Coaching“ und „Sekretärinnen SERVICE“, die im WEKA-Tochterunternehmen GWI erscheinen.


Veröffentlicht:
2009-09-22

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