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Selbstmanagement

So legen Sie unerwünschte Gewohnheiten ab

Es gibt eine ganze Reihe von Methoden und Techniken, die Ihnen helfen, sich und Ihren Berufsalltag besser zu managen. Damit diese auch richtig gut wirken, müssen Sie aber möglichst genau wissen, wo es bei Ihnen persönlich „hakt“. Das EBH-Prinzip hilft Ihnen hierbei.

Den Stau im Alltag überwinden

Den Stau im Alltag überwinden

Nur wenn Sie wissen, was hinter bestimmten Verhaltensweisen steht, können Sie individuelle Lösungswege für die Zukunft finden bzw. die von Ihnen gewählte Selbstmanagement-Methode gezielt nutzen.

Dafür steht EBH:

E  = Ich erkenne, wie eine bestimmte Situation aktuell ist. Ich weiß, was ich wirklich möchte, was notwendig – und was sinnvoll ist.

B = Ich bekenne ehrlich, was mein Anteil an dieser Situation ist.

H =  Ich handele strukturiert und konsequent.

Ein Beispiel: Sie möchten morgens früher aufstehen, um nicht mehr so häufig im Stau zu stehen. Natürlich können Sie einfach Ihren Wecker auf eine frühere Alarmzeit einstellen. Wenn Sie ein konsequenter Mensch sind, wird es Ihnen bestimmt auch eine Zeit lang gelingen, sofort das Bett zu verlassen. Dennoch besteht stets die Gefahr, dass sich irgendwann wieder der alte Trott einschleicht – frei nach dem Motto „Eine Minute geht noch ...“ oder „Nur noch einmal auf die Schlummertaste drücken...“.

Mit dem EBH-Prinzip stellen Sie erst einmal die Ursachen fest – bevor Sie handeln: 

1. Schritt: Erkennen

So fragen Sie sich nicht nur, „was will ich“, sondern auch „was blockiert oder behindert mich?“. Infolge dessen beginnen Sie über die Gesamtsituation nachzudenken, die Sie stört – also nicht nur darüber, wie Sie früher aufstehen können, sondern auch wie Sie es vermeiden können, im Stau zu stehen. 

2. Schritt: Bekennen

Sobald Sie sich ein Gesamtbild gemacht haben, können Sie überlegen, welchen Raum es für Verbesserungen gibt und was Sie bisher daran gehindert hat. Zum Hintergrund: Eine positive Veränderung kann nur in Ihrem Kopf beginnen.

Das bedeutet aber für Sie, dass Sie gewohnte Verhaltensweisen, z. B.: „so lange wie möglich im Bett liegen bleiben“ oder „beim Frühstück die Zeitung lesen“ verändern müssen. Letztere geben aber Sicherheit und fördern die Bequemlichkeit, etwas daran ändern zu wollen. Folglich verursachen Änderungen zunächst einmal immer inneren Widerstand. Sie müssen also wirklich bereit sein, neue Wege zu beschreiten.

3. Schritt: Handeln

Die beiden ersten Schritte sind wertlos, wenn Sie nicht anschließend konsequent handeln. Aber:  Versuchen Sie nicht, alles auf einmal zu ändern. Beginnen Sie stattdessen mit kleinen – aber konsequenten – Schritten. Wählen Sie zunächst nur maximal 2 negative Aspekte aus, deren Verbesserung Sie in den kommenden vier Wochen aktiv angehen möchten. Wenden Sie sich den nächsten Veränderungswünschen erst zu, wenn sichergestellt ist, dass Ihnen das Umdenken bei den ersten erfolgreich gelungen ist.


Dr. Jutta Gröschl ist Chefredakteurin der Monatspublikationen „Coaching“ und „Sekretärinnen SERVICE“, die im WEKA-Tochterunternehmen GWI erscheinen.

Veröffentlicht:
2010-06-15

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