Document Actions

Selbstmotivation

So erhöhen Sie Ihren Lernerfolg

Lange Zeit galt die These: Je mehr menschliche Sinne (Sehen, Hören, Sprechen) in einen Lernprozess einbezogen werden, desto besser könne man sich neu erworbenes Wissen merken. Inzwischen hat beispielsweise der Gehirnforscher Manfred Spitzer nachgewiesen, dass dies nur die Aufnahme von Informationen erleichtert. Auf Dauer ist ein Lernerfolg nur dann gegeben, wenn Sie das Erlernte direkt in Ihrem Berufsalltag einsetzen und trainieren können. Die folgenden Tipps helfen Ihnen hierbei.

Möglichst viel aus einem Seminar mitnehmen, aber wie?

Möglichst viel aus einem Seminar mitnehmen, aber wie?

Am besten ist es, wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Vorgesetzten im jährlichen Entwicklungsgespräch konkrete Weiterbildungsmaßnahmen besprechen und mit konkreten Zielen (z. B. bessere Rhetorik, weniger Fehler in bestimmten Aufgabengebieten) im Berufsalltag verbinden. Nur so können Sie nämlich sicherstellen, dass Sie von Ihrem Vorgesetzten auch die Möglichkeit erhalten, Ihr neugewonnenes Wissen in Ihrem Berufsalltag einzusetzen.

Unter Umständen wird Ihr Vorgesetzter auch bewusst die Weiterbildung mit einer konkreten Gegenleistung von Ihnen verbinden – sei es, dass Sie einen Teil der Kosten tragen oder dafür einen Tag des Wochenendes opfern müssen. Es kann aber auch sein, dass  Sie nur dann die Beförderung bzw. das höhere Gehalt oder ein Incentive erhalten, wenn Sie sich auch erfolgreich weiterentwickelt haben. Dahinter steckt in der Regel die Meinung, nur „Leidensdruck“ kann dazu beitragen, dass die Mitarbeiter wider dem Motto ´Was nichts kostet, taugt nichts´ handeln – und das Fortbildungsseminar „nur absitzen“. 

Bereiten Sie sich vor

Sobald Sie zu einer konkreten Weiterbildung angemeldet sind, überlegen Sie sich, was für ein „Lern- und Arbeitstyp“ Sie eigentlich sind:

  • Wenn Sie der Überzeugung sind, durch eigenes Handeln etwas verändern zu können – und zu wollen, werden Sie sicher konsequent Ihr neu erworbenes Wissen anschließend umsetzen mögen.
  • Sind Sie eher „ein reiner Zuhörer“, dann empfiehlt es sich, bewusst darauf zu achten, ob das geplante Seminar tatsächlich wichtig für die Weiterentwicklung Ihrer Persönlichkeit ist bzw. ob Sie die vermittelten Inhalte auch direkt in Ihrem Berufsalltag so anwenden können, dass Sie einen Nutzen davon tragen.

Das hilft bei der Wissensumsetzung in der Praxis

Es gibt durchaus Methoden, wie Sie sich selbst dazu bewegen können, das neuerworbene Wissen direkt in Ihrem Arbeitsalltag zu trainieren:

  1. Schreiben Sie sich selbst einen Brief mit Vorsätzen und lassen Sie sich diesen einige Woche nach der Weiterbildung von einer vertrauten Person zusenden. Auf diese Weise erinnern Sie sich selbst daran, was Sie eigentlich erreichen wollten – und können die selbstgesetzten Ziele mit Ihren bisherigen Umsetzungsergebnissen vergleichen.
  2. Alternativ können Sie sich auch mit einem Teilnehmer Ihres Weiterbildungsseminars verabreden, sich nach einigen Wochen zu kontaktieren, um über Ihre jeweiligen Fortschritte zu sprechen.
  3. Werben Sie bei Ihrem Vorgesetzten/bei der Unternehmensleitung dafür, das neuerworbene Wissen hausintern auch an Ihre Kollegen weitergeben zu dürfen. Dadurch sind Sie auf jeden Fall gezwungen, sich nochmals mit der neuen Materie zu beschäftigen und konkrete Anwendungssituationen zu testen.  

 

Dr. Jutta Gröschl ist Chefredakteurin der Monatspublikationen „Coaching“ und „Sekretärinnen SERVICE“, die im WEKA-Tochterunternehmen GWI erscheinen.

Veröffentlicht:
2010-06-22

Diesen Artikel bookmarken bei...
Mister Wong del.icio.us Folkd Furl Google Linkarena oneview Yahoo MyWeb BlinkList YiGG Webnews